Erstellt am 04. Oktober 2012, 04:10

Rapid trifft in Europa League auf Metalist Charkiw. Beim zweiten Auftritt in der laufenden Europa-League-Gruppenphase ist Rapid am Donnerstag auswärts gegen Metalist Charkiw zum Punkten fast verdammt, soll die Chance auf den Aufstieg weiterhin leben. Auch Trainer Peter Schöttel will Zählbares mitnehmen, zugleich aber den Druck von seinen Spielern nehmen, die als Außenseiter in das Duell mit dem Österreich-Schreck gehen.

"Wir wollen die Reise nicht umsonst machen, aber Pflicht kann es für uns nicht sein, zu punkten", betonte Schöttel. "Wir sind aus Topf vier gelost worden und damit der große Außenseiter." Das unterstreicht nicht zuletzt der Blick auf die Marktwerte: Rapid figuriert da mit 16,55 Millionen Euro, der Gegner ist 73,1 Millionen Euro schwer.

"Ich schaue immer auf die Marktwerte", sagte Schöttel, "wir waren in der Europa League bisher immer unter dem Gegner, das hat mit Novi Sad begonnen, war mit Saloniki und Trondheim auch so - und jetzt kommt ein Gegner, der steht weit über uns", erklärte der 45-Jährige, nicht ohne auf die Eigenheit des Spiels zu verweisen: "Aber in diesen 90 Minuten spielen elf gegen elf, und wir werden alles versuchen."

Den Gegner bezeichnete Schöttel als "Südamerikaauswahl mit ukrainischem Tormann." Man kennt einander, ist eingespielt und hat sich im Vergleich zur Vorsaison nur punktuell verändert. Überraschungen gibt es für Schöttel jedenfalls keine. Das Fazit: "Sie haben viel Qualität, sie dürfen nicht ins Rollen kommen."

Schöttel kommt nicht ungelegen, dass seine Defensive zuletzt gute Arbeit verrichtete. "Im Moment wissen die offensiven Spieler, dass sie sich auf die hinten verlassen können", meinte Schöttel zufrieden. Schöttel sieht freilich auch die Offensive gefordert: "Wir werden uns nicht entblößen, aber wir müssen uns etwas zutrauen und keine Angst vor dem Gegner zeigen. Das wäre nicht angebracht."