Erstellt am 27. August 2012, 22:34

Rapid wartet weiter auf UEFA-Urteil. Nach den schweren Ausschreitungen am vergangenen Donnerstag im Play-off-Auswärtsspiel der Europa League gegen PAOK Saloniki wartet Rapid weiter auf die Entscheidung über das Strafausmaß des europäischen Fußball-Verbands (UEFA).

Bei Rapid ging man am späten Abend davon aus, dass das Urteil der UEFA erst am Dienstag veröffentlicht wird. Das Urteil wird per Fax zugestellt. Die Wiener Polizei richtet sich unterdessen auf einen "heißen Abend" ein, wenn Rapid am Donnerstag (20.45 Uhr) im Hanappi-Stadion im Rückspiel auf PAOK trifft. Die Hauptsorge dabei: Die Anhänger der griechischen Mannschaft sicher ins Stadion zu geleiten und wieder hinaus.

"Das wird ein heißer Abend", meinte ein Beamter am Montag. Die Sicherheitsvorkehrungen werden wohl noch größer als bei einem Derby zwischen Rapid und Austria. Allerdings muss die Exekutive für konkrete Planungen abwarten, welche Sanktionen die UEFA gegen die Mannschaften verhängen wird. Vonseiten der Griechen erwarten die Sicherheitskräfte, dass vor allem die Familienfans kommen werden. Nach Informationen der APA war bis Montag lediglich ein Bus aus Saloniki angekündigt. Allerdings bliebt auch abzuwarten, ob Fans von Partizan Belgrad zu dem Spiel nach Wien kommen. Bei PAOK Saloniki besteht eine Fanfreundschaft mit den Serben.

Unterdessen haben Innenministerin Mikl-Leitner und Bürgermeister Häupl einmal mehr die Gewalt am Fußballplatz massiv verurteilt. Für Vandalismus und Radau gebe es "null Toleranz", sagte die Innenministerin am Montag. Es müsse ein "Familienfest" bleiben. Nicht zuletzt deshalb habe man ein Fünf-Punkte-Programm mit ÖFB und Bundesliga installiert. Wichtig sei aber, dass die Vereine mitziehen.

Häupl nahm zur Diskussion in Deutschland Stellung, wo über eine Verteuerung der Kartenpreise bzw. über reine Sitzplatzstadien nachgedacht wird. Eine Verteuerung der Karten "will ich nicht", sagte der Bürgermeister und bekennende Austria-Fan. Er lehne Zustände wie in England ab, wo sich nur mehr eine kleine Gruppe die Stadionbesuche leisten kann. Es sei aber klar, dass man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen müsse. Wobei für den Bürgermeister der Wille der Vereine erkennbar sei. Vor allem die Videoüberwachung in den Stadien sei ein wesentlicher Schritt gewesen. "Das Entscheidende ist, sich zusammenzusetzen, gemeinsam Maßnahmen zu beschließen und die umzusetzen. Und zu den Maßnahmen stehen - es kann nicht sein, dass morgen nicht mehr gilt, was heute beschlossen wurde."