Erstellt am 12. Februar 2015, 07:34

von Bernhard Fenz und Christopher Schneeweiß

Geplanter Neustart bei Neusiedl am See. Das Talent aus Andau will nicht mehr bei Udinese spielen – noch fehlt die Freigabe für den SC Neusiedl.

Neuer Fokus: Daniel Hautzinger, hier im Dress des U17-Nationalteams im August 2014, peilt beim SC Neusiedl einen Neustart an. Foto: Gepa  |  NOEN, GEPA pictures/ Philipp Brem
Im Zuge der Sommer-Übertrittsphase wagte Daniel Hautzinger, davor im Nachwuchs von Rapid Wien tätig, den Schritt und wechselte nach Norditalien zur Nachwuchsabteilung von Serie-A-Klub Udinese Calcio. Dort schloss der 16-jährige Burgenländer einen Jungprofi-Vertrag ab.

Stillschweigen über Gründe für Italien-Abschied

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Nach einem halben Jahr ist das Italien-Abenteuer vorerst vorbei. Über die Gründe, warum der junge Offensivmann seine Zelte abbrach und sich nun wieder daheim aufhält, wurde vorerst Stillschweigen vereinbart.

Auch Hautzingers Rechtsanwalt Wolfgang Rebernig hielt sich tendenziell bedeckt, sagte aber gegenüber der BVZ: „Es wurde ein Reamateurisierungsantrag gestellt, jetzt wartet Hautzinger auf seine Freigabe.“

Bis 30 Tage nach Antragstellung könne Udinese unter Angabe von Gründen Einspruch erheben, dieser Zeitraum reiche bis etwa Mitte Februar. Rebernig geht aber davon aus, dass „die Angelegenheit friktionsfrei“ ablaufen sollte.

Hautzinger bereits angemeldet beim Ostligisten

Spielberechtigt ist Daniel Hautzinger bei einem anderen Verein demzufolge noch nicht, angemeldet wurde der Andauer aber bereits sehr wohl – und zwar am letzten Transfertag vom SC Neusiedl am See.

Lukas Stranz, Klubmanager des Regionalliga-Vereins: „Der Kontakt zu ihm kam über unseren 1b-Trainer Johannes Schneider zustande, der ihn besser kennt. Er hält sich bei unserem Individualtrainer Georg Haider schon längere Zeit fit und so haben wir ihm angeboten, dass er nun auch NSC-Spieler wird.“

Die Anmeldung der Seestädter bestätigte Simon Knöbl, Geschäftsführer des Burgenländischen Fußballverbands. Nun sei der BFV aber nicht mehr am Zug: „Die Transfercausa an sich liegt jetzt beim ÖFB, da die Anfragen für einen internationalen Transfer über den Nationalverband laufen.“

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Lässt Udinese die Frist verstreichen, könne jedenfalls eine provisorische Spielerlaubnis ausgestellt werden. Für Stranz (Foto links) und den NSC wäre Hautzinger natürlich „eine Riesenverstärkung. Bis 20. Februar hat Udine Zeit, gegen den Transfer Einspruch zu erheben. Passiert das nicht, ist er bei uns.“

Nachsatz über den Deal mit dem talentierten Nachwuchs-Teamspieler: „Wir sind uns bewusst, dass er dann wahrscheinlich nicht lange bei uns sein wird. Aber wichtig ist einmal, dass er wieder Fußball spielt und sich bei uns wohl fühlt.“