Erstellt am 30. November 2013, 14:51

Riesentorlauf als Abschluss der WM-Generalprobe. Mit dem Riesentorlauf wird am Sonntag die WM-Generalprobe 2015 der Alpinski-Damen in Beaver Creek abgeschlossen.

Neben der aktuellen Szene-Dominatorin Lara Gut blickt man dabei vor allem auf Mikaela Shiffrin. Die US-Slalomweltmeisterin wird in Abwesenheit von Lindsey Vonn zum ganz großen Publikumsmagneten. Österreichs größte Hoffnung ist auch beim "Finale" Anna Fenninger. Für die Salzburgerin ist der "Riesen" nach wie vor die wohl stärkste Disziplin, auch wenn Fenninger in den Speed-Bewerben immer besser wird. Doch die 24-jährige Salzburgerin war im Vorjahr die zweitbeste Riesentorläuferin im Weltcup, konnte dabei als einzige Fahrerin Tina Maze sogar gleich zwei Mal schlagen und holte bei der WM in Schladming Bronze. "Sie ist neben Kathrin Zettel sicher unsere große Hoffnung", meinte auch Damenchef Jürgen Kriechbaum.

Zettel hingegen gab sich nach eineinhalbwöchigem Training in den USA etwas schaumgebremst, nachdem neben einem "Belastungs-Husten" auch Kreuzschmerzen aufgetaucht waren. "Insgesamt waren die Trainingsbedingungen hier aber optimal", freute sich Zettel dennoch schon auf das Rennen.

Nachdem sie schon beim Auftakt in Sölden hinter Gut Zweite geworden war und bei der WM-Generalprobe auf der steilen Herrenstrecke gefahren wird, konnte Zettel den Ausfall ihres geliebten Aspen-Rennens verkraften. "Dieser Hang hier ist voll cool. Die Höhe macht's noch schwieriger. Fad wird das sicher nicht", freute sich Zettel schon auf Golden Eagle und Co. Sie gestand aber auch: "Bei mir ist noch nicht alles ganz perfekt für ganz vorne."

Dort wird am Sonntag ohnehin Gut erwartet. "Sie hat derzeit Selbstvertrauen ohne Ende", glaubt auch Slalom-Vizeweltmeisterin Michaela Kirchgasser. Die Salzburgerin hat in den Amerika-Trainingswochen ihre Schuh-Situation optimiert und ist wieder voller Angriffslust.

"Lara ist Sonntag sicher die Topfavoritin", ist auch Zettel überzeugt. "Allerdings hat sie auch ein ordentliches Programm und fährt sechs Tage durch. Umgekehrt hat man schon oft gesehen, dass solche Siege auch beflügeln und einen wahren Lauf auslösen können."

Mit Spannung wird am Sonntag der große Heim-Auftritt von Shiffrin erwartet. Die 18-jährige Slalom-Weltmeisterin greift in dieser Saison auch im Riesentorlauf an. Dort ist die WM-Sechste von Schladming bereits so stark wie im Vorjahr im Slalom. Was der Teenager mit neuerlich Platz sechs in Sölden bereits eindrucksvoll bewiesen hat.

Vor ihrer Haustür greift das Girl aus Eagle-Vail nun nach dem ersten Riesentorlauf-Podium. Ein Start im Super-G auf der steilen WM-Abfahrtspiste war für Shiffrin kein Thema gewesen. "Ich will mich doch nicht umbringen", scherzte sie.

Im ÖSV-Team gab es eine Umstellung. Nach dem neuerlichen Verzicht von Marlies Schild war deren Salzburger Landsfrau Mirjam Puchner erste Ersatzkandidatin für Sonntag.