Erstellt am 23. April 2012, 12:42

Rubin Okotie vor Hanappi-Stadion attackiert. Sturm-Graz-Angreifer Rubin Okotie ist am Sonntag nach dem Auswärts-1:1 der Steirer gegen Rapid vor dem Hanappi-Stadion von einem Fan der Hütteldorfer attackiert werden.

Die Wiener bestätigten diesbezügliche Medienberichte am Montag in einer Aussendung und sprachen von einem "äußert bedauerlichen" Vorfall. "Rapid bedauert und verurteilt den Angriff auf Rubin Okotie nach Spielende", hieß es darin.

"Sturm-Spieler Rubin Okotie wurde beim Betreten des Busses von einer Person tätlich angegriffen, blieb aber glücklicherweise unverletzt. Der SK Rapid möchte sich auf diesem Weg bei Rubin Okotie und dessen Verein SK Sturm Graz aufrichtig für diesen Zwischenfall entschuldigen", ließen die Grün-Weißen verlauten.

Der Randalierer wurde bisher weder gefasst noch identifiziert. "Wiewohl der Täter unerkannt blieb, müssen wir davon ausgehen, dass er sich selbst als Anhänger von Rapid sieht", stand in der Aussendung. "Egal, ob der Täter den Spieler wie Medienberichten zu entnehmen eine Ohrfeige gab oder - wie die beim Vorfall anwesende Polizei mitteilte - ihn gestoßen hat - dieser tätliche Angriff ist unentschuldbar und inakzeptabel." Sollte der Täter erwischt werden, "muss er natürlich auch von Vereinsseite mit jenen Konsequenzen, die möglich sind, rechnen".

Noch vor der Attacke hatte Okotie über die Beschimpfungen gesprochen, mit denen er von Teilen des Rapid-Anhangs während des Spiels bedacht worden war. "Ursprünglich hätte meine Mutter kommen wollen, aber ich habe ihr davon abgeraten, weil ich wusste, was sie erwarten würde. Ich spiele sehr gern im Hanappi-Stadion, hier bin ich besonders motiviert. Doch dass dann Beschimpfungen unter der Gürtellinie kommen, ist schon bitter", erklärte der Ex-Austrianer. Mittlerweile erstattete Sturm laut dem wirtschaftlichen Geschäftsführer Christopher Houben Anzeige bei der Polizei und bei der Bundesliga.