Erstellt am 06. Mai 2016, 05:54

von Bernhard Fenz

Ruhig bleiben, aber alles mobilisieren. Vor dem Spiel gegen Rapid wird in Mattersburg das Team das Team eingeschworen. Patrick Bürger: „Wir werden das packen.“

Durchbeißen. Der SVM (Patrick Bürger) muss am Sonntag die Hürde Rapid meistern, dann sind die Chancen sehr gut, den Klassenerhalt aus eigener Kraft vorzeitig zu fixieren. Foto: Ivansich  |  NOEN, Ivansich
Was ist in Mattersburg größer? Die schleichende Angst vor der Wiederholung des größten sportlichen Tiefpunkts der jüngeren Klubgeschichte, als das Team 2013 trotz fünf Punkten Vorsprung und Platz sieben zwei Runden vor Schluss dann am letzten Spieltag noch abstieg?

Oder der nüchterne Umgang mit den Fakten, die den Aufsteiger drei Runden vor Schluss mit sechs Zählern mehr auf Schlusslicht Grödig auf Platz acht ausweisen? Ein schwieriges Thema.

Weil der Trend der letzten sechs Partien (ein Punkt, Torverhältnis 1:17) drastisch nach unten zeigt, ist die Sache mit dem nüchternen Zugang nämlich eine Herausforderung. Oder, wie Patrick Bürger unmittelbar nach der 0:2-Niederlage in Wolfsberg zu Protokoll gab: „Wir kennen die Tabelle und wissen auch, wie schnell das gehen kann.“

„Wir brauchen jetzt keine großen Parolen“

Trotzdem stellt der Stürmer aus Bad Tatzmannsdorf klar, was nötig ist: „Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken und uns zusammenraufen, dann werden wir das auch packen.“ Gemeint ist, möglichst aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen, einfach ohne Wenn und Aber das Thema erledigen.

Dabei sind für den Sportlichen Leiter Franz Lederer übrigens keine großen Parolen nötig, um das Team zu begleiten. „Wir haben das schon immer so gehandhabt, dass es Sinn macht, ruhig zu bleiben. In Wahrheit hat die Mannschaft, die in dieser Konstellation noch gar nie aufgetreten ist, in Wolfsberg nach der Pause den ersten Schritt getätigt.“

Ruhe soll aber freilich nicht Stillstand bedeuten. Das weiß auch Trainer Ivo Vastic, der in dieser Woche natürlich „alles mobilisieren“ will, um die Truppe auch optimal auf Rapid einzustellen. Die Hütteldorfer sind am Sonntag (16.30 Uhr) der nächste Gegner im Pappelstadion.

„Wir brauchen auf niemanden zu schauen“

Gelingt dem SVM dabei der erste Sieg seit sechs Runden, fehlt in der Folge nur noch ein Punkt zum fixen Klassenerhalt – für den Fall, dass Schlusslicht Grödig alle restlichen Spiele noch gewinnt. Aber das sei für Vastic ohnehin nur Nebensache, denn „wir brauchen auf niemanden zu schauen, sondern haben es in der eigenen Hand. Machen wir unsere Sache gut, ist der Rest egal. Das gilt es nun der Mannschaft einzuimpfen.“

Personell sollten übrigens wieder einige Spieler zur Verfügung stehen. Manuel Prietl hat seine Sperre abgesessen, Jano (Handverletzung) sollte auch wieder fit werden.

Hinter Michi Perlak (Muskel) und Markus Pink (Sprunggelenk) steht noch ein Fragezeichen. Bei ihnen wird der Genesungsverlauf während der Woche zeigen, ob sie mitwirken können. Vastic: „Ich bin zuversichtlich, dass gegen Rapid etwas möglich ist.“ Zur Erinnerung: Ausgerechnet Grödig siegte am Samstag gegen den Zweiten – wenn das kein zusätzlicher Ansporn ist.