Erstellt am 05. Oktober 2011, 15:00

Ruttensteiner warnt vor Aserbaidschan. Österreichs Fußball-Interims-Teamchef Willi Rutensteiner hat am Mittwoch einmal mehr eindringlich vor EM-Qualifikationsgegner Aserbaidschan gewarnt.

Sollten Christian Fuchs und Co. am Freitag (18.00 Uhr MESZ/live ORF eins) in Baku nicht mit der nötigen Konzentration gegen die Nummer 97 der Welt zu Werke gehen, drohe eine böse Überraschung, so der Oberösterreicher.

"Es wird von der 1. bis zur 94. Minute ein harter Kampf gegen die große Einsatzbereitschaft der Aserbaidschaner", betonte Ruttensteiner, zeigte vor allem vor Offensivspieler Vagif Javadov Respekt und erwartet den Gegner mit einem 4-2-3-1. "Da erkennt man die Handschrift von Trainer Berti Vogts."

Der 48-Jährige machte seine Spieler am Mittwochvormittag mit den Aserbaidschanern vertraut. "Ich habe ihnen erklärt, was Mannschaften gemacht haben, die dort gewonnen haben", erzählte Ruttensteiner. In der laufenden EM-Qualifikation gelang dies nur den Deutschen, die das entscheidende 3:1 aber erst in der Nachspielzeit erzielten.

Ruttensteiner setzt gegen die Vogts-Truppe auf schnelle Balleroberung. "Es ist wichtig, dass wir bei Ballverlust den Gegner sofort stören. Denn so hoch ist das technische Niveau der Aserbaidschaner nicht, dass sie dann bis nach vorne kombinieren und zum Torabschluss kommen können."

Geprobt wurde dieses Verhalten bereits am Dienstagabend beim 4:0-Testspielsieg auf Kunstrasen gegen den TSV Hartberg. Für Ruttensteiner gab es in dieser Partie nicht nur positive Erkenntnisse. "Mit dem Verhalten in der Defensive war ich nicht zufrieden, weil sich nicht alle in den Defensiv-Bereich eingebracht haben. Das schnelle Umschalten von Offensive in Defensive war nicht gut", ärgerte sich der Coach.

Die Kritik richtete sich dabei unter anderem an Marko Arnautovic. "Aber man darf nicht bei jeder Aktion von ihm das Negative suchen. Bei den Besprechungen ist er immer sehr aufmerksam, von daher gibt es nichts zu kritisieren", sagte Ruttensteiner.

Besser als Arnautovic schlug sich Team-Neuling Philipp Hosiner gegen Hartberg, und das nicht nur wegen seines Torerfolgs. "Ich bin mit seinen bisherigen Leistungen sehr zufrieden. Seine Einberufung ist aus heutiger Sicht sehr, sehr gerechtfertigt", lobte Ruttensteiner, ließ allerdings offen, ob er den Admira-Stürmer in Baku von Beginn an einsetzen wird.