Erstellt am 16. Juli 2014, 11:56

von Bernhard Fenz

Salamon: Freigabe erfolgt. Fix: Julian Salamon kann nun doch schon jetzt zum SC Wiener Neustadt wechseln. Der SC/ESV Parndorf erteilte gestern Abend die Freigabe.

Spielberechtigt. Julian Salamon darf nun auch offiziell für den SC Wiener Neustadt Pflichtspiele bestreiten. Foto: Fenz  |  NOEN, Fenz
An sich war der Transfer von Parndorf-Akteur Julian Salamon zum SC Wiener Neustadt seit Mai bekannt, die Nordburgenländer erteilten zuletzt aber nicht die nötige Freigabe.

Hintergrund laut Obmann Gerhard Milletich: "Es gibt ein schriftliches Übereinkommen mit Julian Salamon. Darin ist festgehalten, dass die an die Austria (Anm.: wo Salamon im Nachwuchs tätig war) überwiesene Ausbildungsentschädigung in der Höhe von 7.500 Euro nach Ablauf seines Vertrags an den SC/ESV Parndorf rückzuerstatten sei. Das war bis zuletzt nicht der Fall, also erfolgte keine Freigabe."

"Ich will dem SC Wiener Neustadt nicht schaden"

Die Neustädter eröffneten daraufhin ein Verbandsverfahren, im Zuge dessen die Freigabe nach einiger Zeit erfolgen sollte. Dessen war sich auch Milletich bewusst.

"Weil der Vertrag grundsätzlich ausgelaufen ist, wird der Transfer nach einem Verfahren auch über die Bühne gehen. Uns bleibt dann noch die Möglichkeit, die Ausbildungsentschädigung zivilrechtlich einzufordern", so Milletich.

Gestern Abend löste sich die Causa dann aber doch noch in Wohlgefallen auf, der Absteiger aus der Ersten Liga erteilte die Freigabe.

Causa wird auf jeden Fall juristisch geprüft

Julian Salamon ist somit spielberechtigt, wenn am Samstag um 19 Uhr der Bundesliga-Auftakt in Ried erfolgt. "Wir wollen dem SC Wiener Neustadt, der scheinbar von diesem Übereinkommen nichts wusste, nicht sportlich schaden und haben uns deshalb zu diesem Schritt entschlossen."

Sehr wohl werde man, wie der Parndorf-Boss klarstellte, die Causa juristisch noch prüfen und zumindest überlegen, etwaige zivilrechtliche Schritte gegen Salamon einzuleiten.

Auf Wiener Neustädter Seite zeigte sich Clubmanager Alex Gruber jedenfalls erleichtert: "Ich habe mich bei Gerhard Milletich bereits für das Entgegenkommen bedankt und heute Früh eine gute Flasche Rotwein aus dem Mittelburgenland zu ihm geschickt. Er hat ausdrücklich betont, dass das nichts gegen unseren Verein war, sondern es sich um eine Vereinbarung zwischen dem Spieler und seinem Klub gehandelt hat."

Bis zuletzt (so auch zu Redaktionsschluss unserer BVZ-Printausgabe) war die Freigabe Salamons nicht erfolgt.