Erstellt am 02. Dezember 2011, 00:47

Salzburg besiegte PSG 2:0 - Sturm unterlag Moskau. Red Bull Salzburg ist die Sensation gelungen. Die Mozartstädter haben das Europa-League-Heimspiel gegen Paris St. Germain in Gruppe F am Donnerstag mit 2:0 gewonnen.

Damit zog Salzburg dank der Auswärtstorregel in der Tabelle an den Franzosen vorbei und hat den Aufstieg nun in eigener Hand. Keine Chance mehr aufzusteigen hat dagegen Sturm Graz, die Steirer unterlagen in Gruppe L Lok Moskau 1:3.

Die entscheidenden Tore für die Salzburger erzielten Jakob Jantscher (20.) und Dusan Svento (94.). Der zweite Treffer von Svento verbesserte die Ausgangsposition erheblich. Die Bullen entschieden damit nach dem 1:3 Mitte September in Paris das direkte Duell mit den Franzosen für sich. Damit würde den Salzburgern zum Abschluss der Gruppenphase in zwei Wochen bei Schlusslicht Slovan Bratislava ein Sieg zum Aufstieg reichen - unabhängig vom Resultat im Parallelspiel zwischen PSG und Gruppensieger Athletic Bilbao.

Svento verwandelte die Red Bull Arena trotz lediglich 8.100 Zuschauern in ein Tollhaus. Der Slowake traf nach einem Corner und Kopfballverlängerung des eingewechselten Roman Wallner mit einem sehenswerten Volley. Bis kurz vor Schluss hatte Salzburg-Trainer Ricardo Moniz in seinem 4-2-3-1-System als Solospitze anstelle von Wallner noch auf Stefan Maierhofer gesetzt.

Sturm hielt in Moskau zwar von Anfang an gut dagegen, in der Vorwärtsbewegung gelang aber zu wenig. Nach der Pause drückten die Hausherren etwas mehr aufs Tempo, wenngleich Chancen zu Beginn neuerlich Mangelware blieben. Erst in der letzten halben Stunde nahm die Partie an Fahrt auf. Nach Flanke von Ignatjew wurde der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Maicon von Ehrenreich allein gelassen und köpfelte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (62.).

Praktisch im Gegenzug waren die Steirer 82 Sekunden später aber wieder im Spiel. Eine schöne Kombination über Koch und Kienast schloss der quirlige Kainz in Torjägermanier zum Ausgleich ab (63.). Danach konnten die Grazer nicht mehr zusetzen, im Gegenteil mussten sie völlig leistungsgerecht noch eine Niederlage hinnehmen. Nach einem unnötigen Foul von Dudic am starken Ignatjew verwandelte Sytschew den verhängten Elfmeter zum 2:1 (72.). Gluschakow erhöhte kurz vor Schluss noch auf 3:1 (89.).

Die Russen stehen damit genauso wie der RSC Anderlecht vorzeitig in der Runde der letzen 32. Für die Grazer geht es hingegen im letzten Gruppenspiel am 14. Dezember in der UPC-Arena gegen AEK Athen nur noch um den bedeutungslosen dritten Platz sowie Prämien und Punkte für die UEFA-Fünf-Jahres-Wertung.