Erstellt am 17. Juli 2012, 09:25

Salzburg für Bundesliga-Trainer Titelfavorit. Neue Saison, alte Rollenverteilung: Red Bull Salzburg gilt bei den Bundesliga-Trainern auch vor dem Beginn der Spielzeit 2012/13 als großer Favorit auf den Gewinn der Fußball-Meisterschaft.

Dies geht aus der traditionellen Trainerumfrage vor dem Saisonstart am kommenden Samstag unter den zehn Betreuern der höchsten Spielklasse hervor. Alle Coaches der Liga-Rivalen nannten auf Anhieb den Titelverteidiger als aussichtsreichsten Anwärter auf Platz eins in der Endtabelle. Die Mozartstädter seien "klarer Favorit", erklärten die Trainer unisono mit Hinweis auf die Red-Bull-Millionen, die einen für österreichische Verhältnisse luxuriösen Kader entstehen ließen.

Roger Schmidt ist sich des hohen Erwartungsdrucks bewusst. "Wir wollen guten Fußball spielen, unsere Titel verteidigen und international so lange wie möglich mit dabei bleiben", sagte der neue Trainer des Double-Gewinners.

Einigkeit herrschte unter den Trainern auch, was die Erfolgschancen von Aufsteiger WAC betrifft. Geht es nach den Fußball-Lehrern, dann könnten die Kärntner in die Fußstapfen der Admira treten, die als Bundesliga-Neuling in der Vorsaison Platz drei belegte.

Die Vorgabe bei Rapid, Austria und Sturm Graz lautet, einen von diesmal fünf internationalen Startplätzen zu ergattern. Der neue Austria-Trainer Peter Stöger spekuliert außerdem mit einer Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation, wofür Platz zwei reichen würde. Rapids Peter Schöttel möchte die seit 2008 andauernde Wartezeit der Grün-Weißen auf einen Titel entweder via Meisterschaft oder Cup beenden.

Der Hütteldorfer Trainer würde weiters die Einführung der Torlinien-Technologie im österreichischen Oberhaus grundsätzlich begrüßen, sofern dies wirtschaftlich machbar wäre. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit Stöger, Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt) und Walter Kogler (Wacker Innsbruck). Die übrigen Betreuer stehen der Neuerung hingegen indifferent bis ablehnend gegenüber.