Erstellt am 12. Dezember 2013, 21:32

Salzburg gewann in Europa League 3:0 gegen Esbjerg. Red Bull Salzburg hat einen alleinigen Eintrag in den Geschichtsbüchern der Fußball-Europa-League sicher. Die Mozartstädter schafften es als erstes Team, die Gruppenphase des Bewerbs zweimal mit dem Punktemaximum zu beenden.

Der 3:0-Sieg am Donnerstagabend im "Gruppe-C-Finale" gegen Esbjerg war völlig verdient. Die Salzburger hätten sich für den Gruppensieg sogar ein Unentschieden oder eine 0:1-Niederlage gegen den schwächelnden dänischen Cupsieger leisten können. Esbjerg war allerdings erwartungsgemäß zu schwach, um Österreichs überlegenen Bundesliga-Tabellenführer ernsthaft zu gefährden.

Gruppensieg bringt für nächste Runde Heimrecht im entscheidenden Rückspiel

Sadio Mane (19., 63.) und Kevin Kampl (58.) sorgten für klare Verhältnisse und den achten internationalen Erfolg (zwei im Play-off) in Serie. Nur die eigene Abschlussschwäche, allen voran von Alan, verhinderte einen richtigen Kantersieg.

Durch den Gruppensieg mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 15:3 (sowie zum zweiten Mal nach 2009/10 mit allen erreichbaren 18 Punkten) haben die Salzburger jetzt auch im Sechzehntelfinale, in dem auch acht in der Champions League ausgeschiedene Teams dabei sind, im Rückspiel Heimrecht. Die Auslosung dafür erfolgt am Montag (13.00 Uhr) in Nyon.

Anfangsphase im Zeichen der Abspielfehler

Die "Bullen" waren voll motiviert, kamen allerdings nur schwer in die Partie. In der ersten Viertelstunde boten die Dänen absolut Paroli, den Salzburgern gelang wenig, Abspielfehler standen auf der Tagesordnung. Nach der ersten guten Möglichkeit der Gäste von Mick van Buren, der einen Volleyschuss danebensetzte (18.), wachten die Gastgeber allerdings auf und legten den Schalter um.

Quasi postwendend fiel auch der Führungstreffer: Kampl setzte sich im Strafraum durch, seinen Querpass konnten Goalie Frederik Rönnow und Innenverteidiger Jens Berthel Askou nicht entscheidend klären, und Mane staubte aus sechs Metern ab (19.).

Brasilo-Stürmer Alan zunächst als Chancenvernebler

Während die Gäste nur mehr auf Konter lauerten und dabei nur einmal durch Kapitän Hans Henrik Andreasen gefährlich wurden (25.), hätten die Salzburger den Sack vorzeitig zumachen müssen. Der Brasilianer Alan, der beim 2:1 im "Hinspiel" noch beide Tore erzielt hatte, erwies sich allerdings als Chancentod.

Der Solostürmer kam aus 18 Metern alleine stehend vor Rönnow zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig, und der kullerte knapp am Tor vorbei (29.). Vier Minuten später fand Alan eine noch viel bessere Möglichkeit nach schöner Kombination über Kampl und Florian Klein vor, haute das Leder aber aus vier Metern drüber, anstelle es ins leere Tor zu rollen.

Am Ende Schongang für den Liga-Schlager

Nach der Pause brachte Alan zwar zum zweiten Mal das Kunststück zustande, aus vier Metern nach einer kurzen Rönnow-Abwehr den Ball über das Tor zu knallen (57.), seine Kollegen sprangen für ihn aber in die Bresche. Kampl traf nach Mane-Vorarbeit mit links ins Kurze Eck (58.).

Fünf Minuten später musste Mane den Ball nach Alan-Querpass nur mehr über die Linie drücken (63.). In der Schlussphase schonten die Salzburger dann auch bereits Kräfte für das anstehende Prestigeduell gegen die Wiener Austria in der Meisterschaft.