Erstellt am 24. Oktober 2013, 23:28

Salzburg in Europa League gegen Lüttich siegreich. Red Bull Salzburg bleibt in der aktuellen Saison in der Europa League makellos. Am Donnerstag feierten die "Bullen" im dritten Spiel der Gruppenphase den dritten Sieg mit 2:1 gegen Standard Lüttich.

Goalgetter Soriano brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße (53.), Ramalho machte den Sack zu (85.) - ein Elfer-Tor durch Geoffrey Mujangi Bia (88.) sorgte noch einmal kurz für Spannung sorgte.

Karten-Festspiele: Am Ende zehn gegen neun

Salzburg, das seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen ist, agierte dabei zweimal in Überzahl: Nach Gelb-Rot für Carcela-Gonzalez (38.) wegen einer Schwalbe von Mane (42./Gelb-Rot) nur für vier Minuten, nach Rot für Kanu (67.) dann für den Rest des Spiels.

Lüttich, das nach einer Niederlage und einem Remis in den ersten beiden Gruppenspielen schon unter Druck stand, hält weiter bei nur einem Punkt und steht damit schon zur Hälfte der Gruppenphase vor dem Aus. Denn im Parallelspiel setzte sich Esbjerg bei Elfsborg mit 2:1 durch und ist mit 6 Zählern Zweiter. Die Schweden sind punktegleich mit Standard Letzte.

Kampl zunächst von Lüttich aus dem Spiel genommen

Plangemäß lief die Partie für Salzburg allerdings keineswegs. Die "Bullen" konnten ihr gewohntes Spiel nicht aufziehen, vom "Powerfußball" der vergangenen Partien war nichts zu sehen. Das Gegenpressing blieb ineffektiv, spielerisch lief trotz mehr Ballbesitz wenig - auch weil Kreativmann Kevin Kampl überhaupt nicht zur Geltung kam. Lediglich die Defensive blieb ohne Tadel, zeigte sich gegen die im Konter mehrmals gefährlichen Belgier sattelfest.

Ärgerlich aus Salzburger Sicht, dass Mane im Finish der ersten Hälfte mit einer Schwalbe Gelb-Rot provozierte (42.) und so den eben gewonnenen numerischen Vorteil wieder herschenkte - vier Minuten zuvor war Carcela-Gonzalez wegen wiederholten Foulspiels ebenfalls vom Platz geflogen.

Nach 2:0 brachte unnötiger Strafstoß späte Spannung

Erst nach dem Seitenwechsel lief das Salzburger Werkl immer runder, in der 53. Runde durfte dann Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz auf der Tribüne endlich jubeln: Alans Schuss sprang Ciman an die Hand und von dort zu Soriano, der aus knapp acht Metern trocken ins lange Eck einschoss.

Kurz darauf ließ der Spanier aus Kurzdistanz fast fahrlässig das 2:0 aus (55.), das auch Alan sowohl in der 73. als auch der 79. Minute am Fuß hatte. Da waren die Bullen schon wieder einen Mann mehr - auch Dank des slowakischen Schiris Kruzliak, der Kanu nach einem eher harmlosen Strafraumgerangel Rot zeigte (67.).

Nach Ramalhos Tor nach schöner Vorarbeit von Kevin Kampl schien bereits alles klar, ehe ein unnötiges Strafraum-Foul Hintereggers an Batshuayi noch kurzfristig für Spannung sorgte: Mujangi Bia verkürzte vom Elferpunkt auf 1:2 (88.).