Erstellt am 06. April 2012, 15:58

Salzburg spürt gegen Wacker Rapids Atem im Nacken. Red Bull Salzburg ist am Samstag (16.00 Uhr) in der 29. Runde der Bundesliga gefordert. Der Tabellenführer empfängt mit Wacker Innsbruck das Überraschungsteam der letzten Wochen.

Nur einen Punkt hinter dem Titelfavoriten lauert Rapid Wien, das zuhause Nachzügler Wiener Neustadt empfängt. Spannende Duelle könnten auch Ried - Austria, Kapfenberg - Admira und am Sonntag Mattersburg - Sturm zu werden.

Die Salzburger haben gegen Wacker zu Hause zuletzt zweimal nicht gewonnen. "Das 2:3 im Vorjahr hat uns die Meisterschaft gekostet", meinte Salzburg-Trainer Moniz sogar. Die Salzburger sind zwar sechs Runden ungeschlagen, haben zuletzt aber zweimal Remis gespielt. Die Innsbrucker haben in den vergangenen zwölf Runden nur zweimal verloren. "Wichtig wird sein, dass wir uns nicht einigeln und auf Konter warten, sondern früh attackieren und das Spiel selbst in die Hand nehmen", meinte Innsbruck-Trainer Kogler.

Rapid-Trainer Schöttel wollte den Ausfall des verletzten Kapitäns Steffen Hofmann vor dem Spiel gegen Wiener Neustadt am Samstag (18.30 Uhr) nicht überbewerten. "Die große Depression bricht jetzt nicht aus", meinte der Trainer. "Natürlich kann ich ihn nicht eins zu eins ersetzen", relativierte der 45-Jährige. Sein Pendant bei Neustadt, Peter Stöger, sagte, für sein Team ändere sich dadurch "nicht wahnsinnig viel. Rapid hat viel Qualität, und wir kennen alle Spieler."

Austria-Trainer Vastic ist sich der schwierigen Aufgabe seines Teams am Samstag (18.30 Uhr) bewusst: "Ried ist zu Hause sehr stark und aggressiv." Aber er gab sich zuversichtlich: "Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Ich hoffe, dass wir das in Ried fortsetzen können." Ried-Trainer Gerhard Schweitzer erwartet sich eine umkämpfte Partie: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe."

Auch Admira-Trainer Didi Kühbauer erwartet sich vom Spiel in Kapfenberg ein Spiel auf Augenhöhe: "Kapfenberg spielt um die letzte Chance, die brauchen drei Punkte. Es wird ein offenes Spiel." Die veränderte Spielanlage des Gegners im Vergleich zum Herbst ist ihm jedenfalls "total wurscht. Kapfenberg ist noch immer Kapfenberg", befand der seit Mittwoch 41-Jährige. Ganz abgeschrieben hat Kapfenberg-Trainer Thomas von Heesen den Klassenerhalt noch nicht. "Wir müssen durch Druck, Ordnung, Disziplin und Zweikampfhärte zum Erfolg kommen", nannte der KSV-Trainer ein mögliches Erfolgsrezept.

Sturm Graz kämpft am Sonntag um 16.00 Uhr in Mattersburg gegen den Auswärtsfluch. Von 14 Spielen der aktuellen Saison haben die Steirer kein einziges gewonnen. "In der Tabelle ist noch nichts verloren", beruhigte Sturm-Coach Franco Foda, der nach wie vor tabellenplatz drei als Saisonziel ausgegeben hat. Die Mattersburger haben in den vergangenen acht Runden - seit einem 0:1 zum Frühjahrsauftakt bei Sturm - nur einmal verloren, sind zuletzt vier Runden unbesiegt. "Wir schielen nicht auf die Statistik", beteuerte der Langzeit-Coach Franz Lederer.