Erstellt am 23. Februar 2012, 22:37

Salzburg und Linz führen im EBEL-Viertelfinale 2:1. Titelverteidiger Salzburg und Grunddurchgangssieger Linz haben am Donnerstag im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga mit Heimsiegen auf 2:1 gestellt. Salzburg bezwang Rekordmeister KAC 4:2, die Linzer gewannen gegen die Vienna Capitals souverän mit 3:0.

Die Black Wings Linz diktierten das Geschehen von Beginn weg. 16:5-Torschüsse standen zu Buche, ehe jedoch erst 18 Sekunden vor der ersten Drittelpause Danny Irmen das fällige 1:0 erzielte. Duplizität der Ereignisse im zweiten Drittel: Wiederum 18 Sekunden vor der Pausen-Sirene schlug das Team von Head-Coach Rob Daum zu, als Patrick Leahy auf und davon zog und Sebastian Stefaniszin im Tor mit einem Schlenzer zum 2:0 (40.) keine Chance ließ. Im letzten Drittel traf der "Torschütze vom Dienst", Gregor Baumgartner (57.), auch im siebenten Saisonspiel gegen seinen Ex-Verein zum Endstand.

In Salzburg gab es zwischen dem Titelverteidiger und dem Rekordmeister eine packende Partie, getrübt durch viele teils schmutzige Fouls. Salzburg ging eher glücklich in Führung: Einen Konter von Thomas Raffl hatte Andy Chiodo schon gehalten, doch rutschte der Puck doch noch über die Linie (5.). Das 2:0 durch Doug Lynch (21.) zu Beginn des Mitteldrittel war schon fast so etwas wie die Vorentscheidung. Aus dem Nichts gelang dem KAC durch Johannes Reichel (33.) der Anschlusstreffer. Thomas Raffl mit seinem zweiten Tor (38.) stellte aber noch vor der Pause den alten Zwischenstand wieder her.

Der Schlussabschnitt hatte mit Eishockey wenig zu tun: Erst rastete Mike Siklenak völlig aus und traktierte den nach einem Bandencheck am Boden liegenden Daniel Welser mit Faustschlägen ins Gesicht. Siklenka erhielt für den Auszucker die Rekordmarke von 37 Strafminuten (2 plus 10 für Bandencheck, 5 plus Spieldauer für übertriebene Härte). Danach hatte die reichlich überforderten Referees Igor Dremelj und Peter Gebei alle Hände voll zu tun, um das Spiel ordentlich über die Bühne zu bringen.

Zagreb gab sich gegen Znojmo beim 5:0 keine Blöße und steht nach dem dritten Erfolg vor dem Halbfinaleinzug. Szekesfehervar ließ Ljubljana beim 8:1 ebenfalls keine Chance und führt nun 2:1. Die jeweils vierten Spiele gehen am Sonntag (17.30 Uhr) in Szene.