Erstellt am 02. Mai 2014, 13:39

von Michael Pekovics

Samstag: Güssing Knights mit Chance aufs 2:0. Nach dem knappen, aber verdienten 62:60-Heimsieg im ersten Play off-Halbfinale gegen Wien am Donnerstag geht es Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Samstag findet Spiel zwei statt, diesmal um 19.30 Uhr (live auf Sky), aber wieder im Aktivpark.

Kapitän Manuel Jandrasits (r.) wird sich am Samstag erneut ein heißes Duell mit Benni Danek vom BC Zepter Vienna liefern.  |  NOEN, Michael Pekovics
Rückblickend betrachtet war das erste Spiel der Play off-Halbfinalserie Güssing gegen Wien sportlich nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Mit viel Kampfgeist und Fan-Support ins Match zurück

Beide Mannschaften wirkten extrem nervös und verkrampft, vor allem bei Güssing machte sich die Anspannung in der ersten Hälfte bemerkbar: Viele leichte Fehler wurden von Wien eiskalt ausgenützt, sowohl offensiv als auch defensiv waren die Ritter von ihren bisher gezeigten Saisonleistungen meilenweit entfernt. Weil aber auch bei Wien kaum ein Distanzwurf den Weg in den Korb fand, betrug der Rückstand zur Pause nur sieben Punkte.

"Normalerweise hätten wir da schon weiter zurück liegen müssen", sagt Güssings Assistantcoach Daniel Müllner. "Aber dann sind wir mit der nötigen Intensität und Energie aus der Pause zurück gekommen und haben mit viel Kampfgeist und mit der Unterstützung unserer Fans wieder ins Spiel gefunden."

Tatsächlich glänzte Güssing nach Seitenwechsel mit den in dieser Saison so wichtigen Tugenden wie konsequenter Verteidigung und schönem Kombinationsspiel. "Nach dem uns Wien im 1. Viertel überlaufen hat, haben wir uns in den restlichen 3 Vierteln toll zurückgekämpft und danach einen richtigen Knüller für uns entschieden", sagt Güssings Headcoach Matthias Zollner nach dem Spiel.

Miletic-Ausfall spielte Güssingern in die Hände

Dennoch stand die Begegnung bis zum Ende auf Messers Schneide: Weil Wien nie aufgab und sich vom Zwischenfurioso der Knights nicht überraschen ließ. Was den Ritter zu Gute kam, war sicher der verletzungsbedingte Ausfall von Pedrag Miletic, der auch am Samstag, beim zweiten Halbfinale, fehlen wird.

"Der Ausfall von Miletic schmerzt uns sehr, aber es war in Spiel 1 klar zu sehen, dass wir auch ohne ihn das Spiel kontrollieren können. Die Konzentration muss aber 40 Minuten top sein", sagt Wiens Manager Peter Stazic Strbac.

Weiterer Heimerfolg als "Türöffner" zur Finalserie

Am Samstag kommt es zum zweiten Spiel innerhalb von nur 48 Stunden, die Güssinger Marschrichtung gibt Headcoach Zollner vor: "Wir wollen zuhause noch besser spielen und 2:0 in Führung gehen." Mit einem Sieg würden die Knights die Tür zum Finale weit aufstoßen. Schließlich gebe es dann zwei Chancen in Wien, den Sack zuzumachen. Davon spricht in Güssing derzeit aber noch niemand.

"Es steht jetzt 1:0, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir denken wie bisher in der Saison von Spiel zu Spiel und wollen unser Leistungsmaximum abrufen - dann haben wir am Samstag gute Chancen", sagt Müllner.