Erstellt am 22. Oktober 2014, 05:26

von Bernhard Fenz und Michael Heger

SC Ritzing: Neuer Termin November. Durch nachträgliche Forderungsanmeldungen wird über den Sanierungsplan im Insolvenzverfahren erst entschieden.

Adalbert Hausmann ist Sanierungsverwalter im Insolvenzverfahren des SC Ritzing.  |  NOEN, Franz Baldauf
Das Ende Juli eröffnete Insolvenzverfahren von Ostliga-Tabellenführer Ritzing in Eigenverwaltung (571.000 Euro an Altlasten) geht in die nächste Runde.

Hausmann tritt künftig als Masseverwalter ein

An sich hätte am Montag über den vom Verein vorgelegten Sanierungsplan (Quote von 30 Prozent, zahlbar in zwei Jahren) entschieden werden sollen, das Verfahren wird nun laut dem eingesetzten Sanierungsverwalter Adalbert Hausmann aber auf den 24. November erstreckt – und ist nun auch ein Verfahren ohne Eigenverwaltung.

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Zudem soll die Sanierung auf die (neue) Mindestquote von 20 Prozent reduziert worden sein. Hausmann tritt künftig jedenfalls als Masseverwalter ein: „Es sind nachträglich ein paar Forderungsanmeldungen eingetroffen, daher gilt es jetzt einfach, einige Dinge noch zu klären.“

Gebietskrankenkasse hat noch nachgelegt

Der verlängerte Zeitraum sei bei Verfahren in Eigenverwaltung „aufgrund der kurzen Fristen nicht außergewöhnlich.“

Angenommen wird der Sanierungsplan übrigens, wenn so viele Gläubiger zustimmen, denen mehr als 50 Prozent der Masse zugeschrieben werden. Laut Ritzing-Obmann Harald Reißner hat die Burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK) – mit 260.000 Euro bereits auf der Gläubigerliste – weitere Forderungen in der Höhe von 225.000 Euro bedingt eingebracht.

„Motivation, der Quote zuzustimmen, schwindet“

„Das betrifft den Zeitraum 2009 bis Mitte 2014. Diese Forderung wurde sehr spät eingereicht, wir haben aber ohnehin alle Unterlagen für diesen Zeitraum. Scheinbar wird das jedoch in Frage gestellt,“ so der Ritzing-Boss.

BGKK-Direktor Christian Moder: „Wenn meine Fachabteilung weitere Forderungen angemeldet hat, wird das seine Gründe haben.“ Nachsatz: „Die Motivation, einer Quote von 20 Prozent zuzustimmen, schwindet.“

Übrigens hat I&T-Chef Reißner pikanterweise auch selbst Forderungsanmeldungen eingebracht hat und scheint somit im Pool der Gläubiger auf.

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