Erstellt am 02. April 2016, 20:38

von Bernhard Fenz

Schon wieder diese Admira . . .. Der SV Mattersburg musste sich vor den Augen von Präsident Martin Pucher, der erstmals seit 24. Oktober wieder live bei einem Spiel seines SVM dabei war, gegen die Admira mit 0:3 geschlagen geben.

 |  NOEN, GEORG HOCHMUTH (APA)

Nach dem 4:0-Erfolg am 3. Oktober 2015 siegten die Niederösterreicher somit auch im zweiten Saisonspiel erneut überraschend klar im Pappelstadion – und setzten sich so im Kampf um Platz vier von den Grün-Weißen ab. 

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MATTERSBURG – ADMIRA 0:3. Es war ein sehr emotionaler Moment, als Martin Pucher vor dem Anpfiff auf seinem angestammten Platz ganz außen auf der Pressetribüne Platz nahm. Der Boss des SV Mattersburg musste aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme seit Monaten kürzer treten, ist aber mittlerweile auf einem guten Weg zurück und machte sich so auch erstmals direkt vor Ort wieder ein Bild seiner Mannschaft. 
Diese wäre im Spiel um Platz vier gegen die Admira beinahe auch gleich in Minute drei in Führung gegangen, aber Manuel Prietl knallte den Ball aus rund sechs Metern über die Latte. Es war die erste von zwei Top-Chancen, die Mattersburg in der ersten Halbzeit vorfand. Nach 27 Minuten war es Patrick Bürger, der eine Röcher-Flanke per Kopf neben die Stange setzte.
 


Admira? Kam eher zufällig zu einer wirklich gefährlichen Offensivaktion – und dafür war der SVM auch mitverantwortlich: Markus Pink produzierte unfreiwillig eine Kerze, die sich beinahe über Goalie Markus Kuster ins Tor senkte – der grün-weiße Schlussmann war gerade noch mit der Faust zur Stelle (21.).

Eiskalte Admira in der zweiten Halbzeit

Trotz eines Chancen-Plus der Burgenländer sowie einer optischen Überlegenheit der Gastgeber waren es nach der Pause die Niederösterreicher, denen die Führung gelang und die für die entscheidenden Momente sorgen sollten.

57. Minute: Lukas Grozurek zog aus halblinker Position von der Strafraumgrenze ab, Kuster konnte den tendenziell haltbaren Schuss nicht bändigen – 0:1.
65. Minute: Ballverlust des SVM im Mittelfeld, abermals wurde Grozurek ins Spiel gebracht und diesmal zog die Nummer elf der Admira aus kurzer Distanz unhaltbar ins lange Eck ab – 0:2.
72. Minute: Flanke auf den zu frei stehenden Philipp Malicsek – dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum 0:3 ins lange Eck.

Zwar bemühte sich Mattersburg, kam auch durch Michi Perlak oder Thorsten Röcher zu guten Chancen, das Tor sollte aber nicht fallen – nicht einmal, als der eingewechselte Alex Ibser in der 88. Minute Admira-Tormann Jörg Siebenhandl bereits überspielt hatte und aus spitzem Winkel nur die Innenstange traf.
Weiter geht es für den SVM nun am kommenden Samstag (9. April) um 18.30 Uhr in Ried.

STIMMEN ZUM SPIEL

Präsident Martin Pucher: „Ich freue mich, dass ich heute da bin - das überwiegt. Man hat so eine Niederlage nicht erwartet, aber wenn man 0:3 verliert, braucht man nicht jammern.“ 

Nedeljko Malic: „Bis zum 0:1 war es ein ausgeglichenes Spiel. Dann haben wir mehr riskieren müssen und die Admira hat die Räume eiskalt ausgenutzt.“

Michael Novak: „Wir haben uns das 0:1 selbst gemacht. Bis dahin war die Admira ungefährlich – das war eine unnötige Niederlage.“

SVM-Coach Ivo Vastic: „Wir hätten in Führung gehen müssen, die Leistung war auch in Ordnung. Die Tore hat dann aber die Admira gemacht, dementsprechend hat sie auch verdient gewonnen.“

Admira-Trainer Ernst Baumeister: „Der Sieg war verdient, aber Mattersburg war nicht um drei Tore schwächer als wir. In der ersten Halbzeit müssen sie eigentlich gleich 1:0 in Führung gehen – ich weiß nicht, wie das Spiel dann ausgegangen wäre. Nach der Pause waren wir die bessere Mannschaft.“

STATISTIK 

MATTERSBURG - ADMIRA 0:3 (0:0).
Torfolge:
0:1 (57.) Grozurek, 0:2 (65.) Grozurek, 0:3 (71.) Malicsek.
Gelb: Bajrami (9., Foul), Ayyildiz (64., Unsportlichkeit).
SR: Kollegger.- Pappelstadion, 3.600.

Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Mahrer, Novak; Jano, Röcher, Prietl, Perlak (73. Höller); Pink (83. Templ), Bürger (73. Ibser).
Admira: Siebenhandl;  Ebner, Lackner, Wostry, Pavic; Malicsek, Toth; Bajrami (73. Sax), Knasmüller (87. Starkl), Ayyildiz; Grozurek (79. Monschein).