Erstellt am 02. Oktober 2014, 07:04

von Martin Ivansich

Fundak: „Fokus liegt schon auf Rio“. OeSV-Sportdirektor Georg Funak sprach mit der BVZ über Burgenlands erfolgreiche Segler, die sich kürzlich die Fahrkarten für die Olymischen Spiele 2016 sicherten.

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BVZ: Waren Sie überrascht, dass Tanja Frank und Thomas Zajac sowie Matthias Schmid und Florian Reichstädter bei der WM in Santander das Nationenticket für Rio gelöst haben?

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Georg Fundak: Nein. Ich bin davon ausgegangen, dass sie es schaffen werden – weil ja beide Teams einfach genug Klasse haben. Schön war es auf jeden Fall, dass es bereits bei der ersten Quali-Gelegenheit soweit war.

Was darf man sich von den beiden Booten bei Olympia in Rio erwarten?
Jetzt ist es noch zu früh, darüber zu spekulieren. Der Fokus liegt aber nun logischerweise bereits auf Rio. Wir werden uns so vorbereiten, dass wir am Ende auch um die Medaillen mitsegeln können.

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Heiße Eisen. Die 470er-Segler Florian Reichstädter und Matthias Schmid sowie Tanja Frank und Thomas Zajac (siehe Fotos links) haben das Olympia-Ticket seit der WM in Santander vor zwei Wochen in der Tasche. Nun startet die Vorbereitung auf Rio 2016. Beide Boote zählen in ihren Klassen derzeit zur Weltelite. Gut möglich, dass nach Gold für Snowboarderin Julia Dujmovits (2014) weitere burgenländische Medaillen folgen – dann aber bei Sommerspielen. Fotos: Marsano/Kielhaber



Wie intensiv wird die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele betrieben?
Es wird bereits jetzt damit begonnen. Noch im Oktober werden beide Teams in Brasilien sein und trainieren. Danach geht es dann zum Weltcup-Finale nach Abu Dhabi. Von 13. bis 20. Dezember sind wir noch einmal in Rio. 2015 wird es weitere längere Trainingsphasen vor Ort geben. Schmidt/ Reichstädter waren ja schon in den letzten Monaten öfters im Olympia-Revier. So oder so werden wir dort sehr gut gerüstet sein.

Wer hat von den beiden Booten die größeren Chancen auf eine Medaille?
Da möchte ich jetzt keinen Tipp abgeben. Fakt ist jedenfalls, dass beide vorne mitsegeln können. Sie haben das schon mehrmals unter Beweis gestellt.

„Neusiedlerin Schimak hat deutliche Fortschritte gemacht“

Gibt es noch weitere burgenländische Segler, die sich Chancen auf die Olympischen Spiele in Rio ausrechnen dürfen?
Die Neusiedlerin Eva Maria Schimak hat noch die eine oder andere Gelegenheit, sich zu qualifizieren. Sie ist vor zwei Jahren in die Laser-Radial-Klasse umgestiegen und hat hier deutliche Fortschritte gemacht.

In

. Noch ist die Finanzierungsfrage offen. Wie wichtig wäre solch ein Schritt aus sportlicher Sicht?
Sehr wichtig. Es ist schon ein großer Unterschied, weil man als Olympiastützpunkt deutlich mehr Möglichkeiten hat. Momentan ist ein solcher Stützpunkt aber noch eine Visison. Da müssen einfach viele Faktoren zusammenspielen. Wir wollen nun vorerst einmal das Leistungszentrum erweitern, um den Seglern noch bessere Bedingungen zu verschaffen.