Erstellt am 24. August 2016, 06:28

von Martin Ivansich

Frank/Zajac: „Ein fantastisches Erlebnis“. Tanja Frank und Thomas Zajac waren die rot weiß roten Helden von Rio. Das Narca17-Duo holte Bronze und durfte bei der Abschlussfeier die Fahne tragen.

Tanja Frank und Thomas Zajac sicherten sich im Nacra17-Bewerb die Bronzemedaille, was den beiden sichtlich gut schmeckte. Foto: GEPA  |  GEPA

Im Medal Race ging das Nacra17-Duo Tanja Frank und Thomas Zajac von Position drei ins Rennen. Dort nahm man hohes Risiko, wählte eine extreme Linie auf der Außenbahn. Und das machte sich am Ende bezahlt.

Das Gespann vom Union Yachtclub Neusiedler See und dem Burgenländischen Yachtclub kam als Dritter in das Ziel und durften sich somit über die Bronzemedaille freuen. Übrigens das einzige Edelmetall für Österreich. Nicht zuletzt ein Verdienst des Bundessegelzentrum Neusiedl am See, wo seit Jahren trainiert wird.

Fahnenträger bei der Abschlussfeier

Bei der großen Abschlussfeier durften die einzigen österreichischen Medaillengewinner dann die rot-weiß-rote Fahne tragen. „Die Abschlussfeier und das Tragen der österreichischen Fahne waren weitere sehr emotionale Momente, die mir, wie die Eröffnungsfeier und unser sportlicher Auftritt hier in Rio, wohl ewig in Erinnerung bleiben werden. Mir ist vor lauter Adrenalin und aufgrund der vielen Glückshormone schon beinahe schwindelig, ich bin extrem stolz und nach wie vor ein wenig fassungslos“, meinte Tanja Frank.

Thomas Zajac: „Rio bleibt für uns unvergessen, wir haben hier in den vergangenen vier Jahren sehr viel Zeit verbracht und nehmen unglaublich viel mit. In erster Konsequenz natürlich den sportlichen Erfolg, aber auch sehr viel wertvolle Momente. Wie das gesamte Team freue ich mich jetzt sehr auf zu Hause.“

Nicht ganz so rund lief es für das zweite burgenländische Boot. Für Matthias Schmid und Florian Reichstädter (Yachtclub Breitenbrunn), die ihre Medaillenchancen am letzten Tag des Grunddurchganges begraben mussten, lief das Medal Race nicht nach Wunsch. Die Österreicher wurden unmittelbar beim Start von der starken Strömung auf das Startschiff gedrückt und nahmen das Rennen nach der Entlastung als Letzte in Angriff.

Die Aufholjagd endete auf Rang sieben. Damit schlossen die 470er-Herren ihre dritten Olympischen Spiele punktgleich mit den siebentplatzierten Franzosen auf Gesamtrang acht ab.