Erstellt am 09. August 2014, 10:52

Das Beste zum Schluss?. Heute folgen vor Rio die letzten Medaillenentscheidungen der Aquece Rio International Sailing Regatta, die Ausgangsposition ist vielversprechend, die mannschaftliche Geschlossenheit der OeSV-Asse erfreulich.

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Vier Boote im Medal Race und damit in den Top10, dazu zwei elfte Plätze - der Rio-Auftritt des heimischen Kollektivs kann schon jetzt als gelungen bezeichnet werden. Zumal neben dem Ergebnis auch Materialfragen zu beantworten waren und der erste Regattavergleich im Olympiarevier von 2016 auch Spielraum für Versuche bot. Die Skiffs und Nacra17 sind bereits in der Zuschauerrolle, heute folgen die Medaillenrennen der 470er und damit zwei Chancen auf das Podest.

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Nico Delle Karth und Niko Resch beenden den Rio Test Event auf Platz sieben, im abschließenden Medal Race, das für die Skiffs mit drei Runden und einfachen Punkten ausgeschrieben war, fabrizierten die Olympia-Vierten der London-Spiele zunächst einen Frühstart, anschließend gelang ein Sieg und Rang sechs. Den Gesamtsieg sicherten sich die Olympia-Zweiten von 2012, die Neuseeländer Peter Burling und Blair Tuke.
 
Thomas Zajac und Tanja Frank segeln im Medal Race der Mixed Multihull-Disziplin Nacra17 auf Rang neun und schließen den ersten Regattatest im Olympiarevier von 2016 ebenfalls auf Platz sieben ab. Den Sieg sichern sich die Weltmeister Besson/Riou (FRA), Darren Bundock und Nina Curtis (AUS) belegen Rang zwei.

Ausgangslage vor Entscheidung vielversprechend

Die Entscheidung der 470er-Damen und Herren fällt heute, die Ausgangsposition ist aus heimischer Sicht da wie dort vielversprechend. David Bargehr und Lukas Mähr fügen ihrer Serie Rang 13 hinzu und beenden damit den Grunddurchgang punktegleich mit den drittplatzierten Franzosen Bouvet/Mion auf Platz vier. Auf Rang zwei und die Briten Patience/Willis fehlen vier Zähler, hinter dem Ländle-Duo lauern die Kroaten Fantela/Marenic mit einem Punkt Rückstand. Das Gerangel um Silber und Bronze wird demnach intensiv, Gold ist den Australiern Belcher/Ryan nicht mehr zu nehmen. Matthias Schmid und Florian Reichstädter schließen die Serie mit einem achten Rang ab und beenden den ersten Testlauf vor Rio auf Platz elf. Da Schmid mit Fieber und einer starken Verkühlung in den Wettkampf gestartet war, stand für die Vize-Europameister weniger das Ergebnis, sondern vielmehr der Lernfaktor im Vordergrund.

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Bei den 470er-Damen sind die ersten drei Teams punktegleich, Lara Vadlau und Jolanta Ogar folgen mit zehn Zählern Rückstand auf Platz vier. Damit kann und wird das OeSV-Duo sein eigenes Rennen und voll auf Angriff segeln. Das Medal Race ist wie bei den Herren mit einer abschließenden Runde und doppelten Punkten ausgeschrieben.

Stimmen:
 

Nico Delle Karth:

„Wir hatten nur noch eine kleine Chance auf den Podestplatz und sind gleich beim ersten Start volles Risiko gegangen. Leider ist der Schuss mit dem Frühstart nach hinten losgegangen, der anschließende Sieg und Rang sechs waren dann fein für den Kopf, aber der Zug war bereits abgefahren. Unterm Strich bleiben sehr viele, durchwegs positive Erkenntnisse, wir wissen wo wir unsere Punkte liegen gelassen haben und  waren von den Bedingungen vor Ort positiv überrascht. Wenn es Wind hatte, war es fein zum Segeln, es ist sehr sehr komplex und unterschiedlich, man muss mit allem rechnen und auf alles vorbereitet sein.“
 

Thomas Zajac:

„Unser Plan im Medal Race ist leider nicht aufgegangen, wir sind nicht das gesegelt, was wir können, haben aber auch viel probiert und versucht das Revier verstehen zu lernen. Es ist vor allem windtaktisch eine Challenge, es gibt kein klares Muster, du musst mit allem rechnen, brauchst gute Nerven und ein System.
Punkto Material und Bootsgeschwindigkeit sind wir im Soll, bis 2016 gilt es möglichst viel vor Rio zu trainieren, um noch mehr Verständnis und Gefühl für die Bedingungen in der Guanabara Bucht zu erarbeiten.“
 

Lukas Mähr:

„Für uns ist dieses Medal Race ein absoluter Karrierehöhepunkt, die Anspannung ist positiv, die Vorfreude enorm. Wir haben als Team in den vergangenen Tagen hervorragend funktioniert und wollen uns mit einem Top-Platz belohnen. Die Konkurrenz ist bärenstark, aber wir haben viel Selbstvertrauen getankt und werden alles reinhauen.“