Mattersburg

Erstellt am 09. Juli 2016, 06:51

von Bernhard Fenz

Seidl: „Fühle mich sehr gut und habe Spaß“. Manuel Seidl hat sich nach zwei Jahren in Wolfsberg rasch beim SVM eingelebt – auch wenn die Rolle neu ist.

Voller Tatendrang: Manuel Seidl steht wieder beim SV Mattersburg unter Vertrag. Der 27-jährige gebürtige Kirchschlager will nach zwei Jahren beim WAC nun wieder im Burgenland Verantwortung übernehmen und sich bei den Grün-Weißen als Führungsspieler etablieren. Foto: Bernhard Fenz  |  Bernhard Fenz

Bei seinem Abgang im Jahr 2014 hatte Manuel Seidl gerade einmal seinen zweiten Kreuzbandriss innerhalb kurzer Zeit überstanden. Der aufstrebende Techniker im Mittelfeld spielte bereits eine wichtige Rolle, alleine das Verletzungspech hemmte.

Nun ist der 27-jährige Profi nach zwei Jahren im Lavanttal wieder zurück an der Wulka, wo er sich bei seinem Comeback als absolute Führungskraft etablieren soll: „Ich weiß, dass ich hier Verantwortung übernehmen muss und arbeite daran, genau das umzusetzen.“

Hilfreich waren in diesem Zusammenhang die beiden Jahre beim WAC sehr wohl, wie sich Seidl erinnert: „Ich habe wichtige Erfahrungen gesammelt. Das Europa-League-Duell gegen Dortmund war sicher ein Highlight. Ganz persönlich bin ich jetzt aber einfach froh, dass ich wieder fit bin.“

Abgang von Prietl als Wermutstropfen

Dass das Knie speziell in der Vorbereitung stark belastet wird, verunsichert ihn nicht mehr: „Damit kann ich umgehen. Die Vorbereitung ist nicht wenig für den Körper, da spüre ich das Knie. 15 Minuten vor und nach dem Training muss ich reinbeißen, das ist aber ganz normal.“ Ganz normal fühlt sich die Arbeit in Mattersburg an, die Seidl gut kennt. Seit 2008 war er bei den Profis unter Vertrag – „es ist eigentlich so, als wäre ich nie weggewesen. Ich fühle mich sehr gut und habe Spaß.“

Auch die sportliche Linie kommt dem gebürtigen Kirchschlager (der übrigens in Wien wohnt) zugute: „Die Trainer haben einen klaren Plan, so etwas brauche ich.“

Einziger Wermutstropfen für Manuel Seidl ist der Abgang von Manuel Prietl zu Arminia Bielefeld. „Er ist einer meiner besten Freunde, wir verstehen uns sehr gut. Natürlich ist es schade, dass er nicht mehr da ist, aber rein sportlich vergönne ich es ihm sehr. Das ist eine super Chance.“