Erstellt am 20. Dezember 2012, 20:52

Shiffrin gewann Aare-Slalom vor Hansdotter. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat am Donnerstag den Weltcup-Slalom der Damen im schwedischen Aare gewonnen.

Die 17-Jährige setzte sich bei ihrem Premierensieg vor der Halbzeit-Führenden Frida Hansdotter aus Schweden und Weltcup-Leaderin Tina Maze aus Slowenien durch. Für die ÖSV-Damen ist das Ergebnis ernüchternd: Michaela Kirchgasser landete als Beste auf Rang neun, Nicole Hosp wurde 16. Dritte und damit die letzte Österreicherin im Klassement ist Alexandra Daum, die auf Platz 24 kam. Kathrin Zettel schied bereits im ersten Durchgang aus, im zweiten Lauf erwischte es von den rot-weiß-roten Starterinnen noch Carmen Thalmann und Jessica DePauli.

Marlies Schild konnte nach einem Sturz am Vormittag beim Einfahren nicht an den Start gehen. Aufschluss über den Grad ihrer Knieverletzung soll eine Untersuchung am Freitag in Innsbruck bringen.

Am Ende fehlten Kirchgasser 1,83 Sekunden auf Shiffrin, die nach der zweitschnellsten Zeit im ersten Durchgang hinter Hansdotter dank einer famosen Fahrt im zweiten Lauf noch auf Platz eins brauste. "Es wird Zeit brauchen, bis sich das setzt. Mein Herz arbeitet noch nicht", stammelte die US-Amerikanerin.

Shiffrin, die erst im März 2011 im Weltcup debütiert hatte und vor dem Aare-Slalom zweimal auf das Podest gefahren war, übernahm zudem die Führung im Disziplinen-Weltcup. "Manchmal passieren solche Sachen einfach. Es hat Spaß gemacht, hier zu fahren", erklärte die strahlende Siegerin.

Auch Maze hatte allen Grund zur Freude. Durch den neunten Podiumsplatz in dieser Saison liegt die Slowenin im Gesamtweltcup bereits 387 Punkte vor ihrer ersten Verfolgerin Maria Höfl-Riesch, die am Donnerstag nur Elfte wurde. "Ich bin sehr zufrieden. Im zweiten Durchgang habe ich einen super Lauf erwischt, er war sehr schnell gesteckt, da hat es Spaß gemacht zu fahren", sagte die Slowenin.

Dies gilt auch für Kirchgasser, die sich - geschwächt von einem grippalen Infekt und einer Magenverstimmung - auf den neunten Platz schleppte. "Ich habe versucht, noch einmal alles zu mobilisieren. Punkte sind es geworden, das ist ein versöhnliches Ende", meinte die beste ÖSV-Läuferin.