Erstellt am 04. Mai 2012, 16:47

Showdown zwischen Rapid und Salzburg im Hanappi. Am Sonntag kommt es im Hanappi-Stadion zum großen Showdown um den österreichischen Fußball-Meistertitel zwischen Rapid und Salzburg.

Der Tabellenzweite Rapid liegt vor dem Spiel gegen die führenden Salzburger drei Punkte zurück und hat die um drei Treffer schlechtere Tordifferenz - durch einen Sieg mit zwei Toren Unterschied würden die Wiener drei Runden vor Schluss Platz eins übernehmen.

Rapid-Trainer Peter Schöttel blickt dem Showdown am Sonntag um 16.00 Uhr mit großer Vorfreude entgegen. "Das ist eine richtig schöne Konstellation. Es wartet ein schönes Spiel auf uns, in dem wir viel gewinnen können", meinte der Wiener, für den nur ein voller Erfolg zählt. Bei einem neuerlichen Auswärtssieg über den Titelrivalen würden sich die Salzburger noch nicht zum Titelgewinn gratulieren lassen. "Die Entscheidung fällt nicht in Runde 33 in Wien, egal bei welchem Ausgang", betonte Coach Ricardo Moniz, der Rapid stärker unter Druck sieht.

Auch auf den Tabellenrängen dahinter geht es um die Wurst. Die viertplatzierte Admira empfängt die drittplatzierte Wiener Austria (Samstag, 18.30 Uhr). Beide halten bei 48 Punkten. Sorgen bereiten der Austria nicht zuletzt die Fans. Weil schon beim blamablen 0:1 in Kapfenberg ein Platzsturm durch den mitgereisten Austria-Anhang nur mit Mühe verhindert werden konnte, geht die Angst vor der Wut von den Tribünen gerade auch vor der Partie in der nur neun Kilometer entfernten Trenkwalder-Arena um. Deshalb wird der Anhang, dem in der Südstadt 2.500 Plätze zur Verfügung stehen, auch wieder von eigenen Fanbetreuern begleitet.

Auch Meister Sturm Graz ist noch nicht ganz abgeschlagen, die Steirer liegen nur zwei Punkte hinter der Admira und der Austria. Am Samstag (18.30 Uhr) gastiert Sturm in Wiener Neustadt, mit einem Sieg soll der Zwei-Punkte-Rückstand auf Platz drei zumindest gehalten werden. Von einer Favoritenrolle wollte Sturms Interimscoach Thomas Kristl aber nichts wissen. Neustadt-Trainer Peter Stöger sieht sein team noch nicht vor dem Abstieg gerettet. "Solange Kapfeberg nicht fix weg ist, brauchen wir Punkte", warnte der Ex-ÖFB-Teamkicker, der mit seiner Elf erst zwei Heimsiege am Konto hat.

Auf dem Weg zu einem neuerlichen internationalen Startplatz ist die SV Ried dank des Einzugs ins Cupfinale gut unterwegs. In der Bundesliga fehlen den Oberösterreichern derzeit jedoch vier Zähler auf Rang drei. Vor dem Auswärtsduell mit Schlusslicht Kapfenberg am Samstag (18.30 Uhr) ist die Marschroute damit klar.

Sogar Wacker Innsbruck, selbst fünf Punkte hinter Admira und Austria, macht sich noch Hoffnungen auf den Europacup. Im Heimspiel gegen den SV Mattersburg ist ein Sieg aber Pflicht, um den Anschluss zu halten.