Erstellt am 23. November 2011, 00:00

„Sinnlos, jetzt zu träumen“. TIPP3 BUNDESLIGA / Rapid kommt mit dem Salzburg-Erfolgserlebnis ins Pappelstadion – für Christopher Trimmel kein Grund abzuheben.

Wiedersehen, aber nicht mit allen: Alois Höller (Mitte) und seine Mattersburger Mitspieler treffen nach dem 1:1 vom 10. September im Hanappi-Stadion am Samstag wieder auf Rapid, diesmal daheim. Der gebürtige Deutsch Jahrndorfer Thomas Schrammel (r.) wird aber nicht aktiv mitwirken können – er erlitt in der Zwischenzeit einen Kreuzbandriss und fehlt verletzungsbedingt.FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Platz drei und die Tuchfühlung zur Tabellenspitze sind nach dem 4:2 gegen Salzburg der Lohn für die Grün-Weißen aus Wien. Mittendrin war wieder einmal Christopher Trimmel, der unter Trainer Peter Schöttel im Mittelfeld gesetzt ist. Der Mannersdorfer weiß trotz aller Euphorie vor dem Auswärtsspiel in Mattersburg, wie unangenehm es im Pappelstadion werden kann: „Viele Mannschaften haben es dort schwer. Ich bin aber natürlich zuversichtlich. Ganz wichtig ist es, den Kampf anzunehmen.“

An die Tabellenspitze oder gar das mögliche Überwintern auf Platz eins verschwendet der 24-Jährige aber vor den letzten vier Runden im Jahr 2011 offiziell noch keinen Gedanken. Denn: „Es macht doch keinen Sinn, jetzt zu träumen. Wichtig ist, dass wir den Anschluss geschafft haben und von Woche zu Woche weiterschauen.“

SVM will auch gegen Rapid  sein Spiel durchziehen

Zukunfts-Spekulationen will auch Franz Lederer tunlichst vermeiden. Der Cheftrainer des SVM bewertet die mittlerweile vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Kapfenberg als „o.k.“, stellt gleichzeitig aber klar, dass „sich der Blick ohnehin nach oben richtet“ und man nur den nächsten Gegner im Sinn hat – das ist eben am Samstag der SK Rapid. Lederers Erwartungshaltung: „Es wird eine interessante Partie gegen einen Gegner, der im Kommen ist. Zuletzt konnten wir daheim gegen Salzburg, Admira und Sturm sehr gute Leistungen abrufen. Überhaupt war das Auftreten in den letzten Wochen – bis auf die Niederlage in Ried – anders als davor. Vor allem haben wir da unser Spiel, das wir uns vorgenommen haben, durchziehen können.“

Der späte Ausgleich von Thorsten Röcher beim 1:1 in Innsbruck passt für Lederer in dieses Bild: „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns diesen Punkt verdient. Jetzt kommt das scheinbar zurück, was zu Beginn nicht gelungen ist.“

Umstellen wird der (noch) 47-jährige SVM-Trainer – er feiert am Freitag seinen 48er – gegen die Hütteldorfer auf jeden Fall, auch weil er dazu gezwungen ist: Adnan Mravac kassierte seine fünfte Gelbe und ist gesperrt. Wilfried Domoraud (Probleme im Bauchmuskel- und Lendenmuskelbereich) sowie Ronnie Spuller (Knie) bleiben fraglich.