Erstellt am 05. März 2015, 05:40

von Bernhard Fenz und Wolfgang Wallner

SKN will Spaßbremse für Mattersburg sein. Die St. Pöltener sind nach dem LASK und vor Mattersburg im Aufwind: „Gegen uns zu spielen, wird nicht lustig.“

Erfolgreicher Auftakt. Nach dem 1:0 gratulierten die Kollegen ihrer Nummer 32, die so den Grundstein für den Erfolg gegen Hartberg schuf. Wenige Minuten später sorgte Jano (l.) mit einem wunderbar über die Mauer gezirkelten Freistoß für die Entscheidung zugunsten der Burgenländer. Foto: Martin Ivansich  |  NOEN, Martin Ivansich
0:4 am 4. August in Mattersburg, 0:2 am 3. Oktober in der NV-Arena – der SKN St. Pölten hat vor dem Duell am Freitag um 20.30 Uhr nach zwei verdienten Pleiten gegen den SV Mattersburg noch Rechnungen mit den Burgenländern offen.

Trainer Michael Steiner jedenfalls kündigt im Vorfeld schon an, dass sich seine Mannschaft „diesmal ganz anders“ präsentieren werde. Das 0:0 bei Leader LASK sei jedenfalls ein Zeichen gewesen: „Dass der LASK kein Mittel gefunden hat, spricht für uns. Keiner wird es lustig haben gegen den SKN St. Pölten.“

Bisherige Saisonduelle waren klare Sache

Die Kampfansage ist verständlich. Würden sich die Niederösterreicher gegen Mattersburg erneut so präsentieren wie in den letzten gut 180 Minuten der beiden Duelle, wäre das dritte Saison-K.o. wohl schon beschlossene Sache.

Zu schwach agierten die Blau-Gelben, zu agil und souverän hingegen Grün-Weiß – auch wenn beim Auswärtssieg im Oktober eine klitzekleine Schwächephase nach der Pause noch beinahe Feuer in die Partie gebracht hätte.

Damals war Markus Pink aufgrund nach seiner Meniskus-Operation noch rekonvaleszent. Mittlerweile steht der Stürmer wieder zur Verfügung, am Freitag sorgte er beim 2:0 gegen Hartberg für die Führung. „In erster Linie war es wichtig, dass wir gut gestartet sind. Gerade gegen Teams wie Hartberg ist die Kunst, aus einem prognostizierten Pflichtsieg auch tatsächlich einen Sieg zu holen.“

Vastic: „Wollen Stil dort treu bleiben“

Dass es gegen die in numerischer Unterzahl spielenden Steirer am Ende kein Schützenfest (wie sich das nach den beiden Toren und dem Hartberg-Ausschluss vor der Pause abgezeichnet hatte) wurde, lag laut Pink auch am strikten Abwehrverhalten des Schlusslichts: „Die haben nichts an ihrer Spielweise geändert und sind praktisch weiter mit zwei Fünferlinien aufgetreten. Da ist es 20 Meter vor dem Tor schon verdammt eng mit den Räumen geworden.“

Also war Trainer Ivica Vastic auch zufrieden, dass seine Mannschaft insgesamt „einige gute Chancen“ herausarbeiten konnte. „Wir haben ständig Druck erzeugt, das wollten wir auch.“

Augenscheinlich war das aggressive Offensiv-Pressing, nicht zuletzt aufgrund des aktiven Störens mehrerer Kicker entstand das 1:0, als Sven Sprangler einen Ball blockte und dieser bei Markus Pink landete – das 1:0 war die Folge. Vastic: „Natürlich freut es mich, wenn wir im Spiel das umsetzen können, was trainiert worden ist und die Spieler in diesen Situationen hellwach sind.“

Positiven Schwung des Auftakts mitnehmen

Besonders wichtig sei es nun, den positiven Schwung des Auftakt-Dreipunkters nach St. Pölten mitzunehmen. Pink: „Wir werden uns auf den Gegner einstellen und dementsprechend auftreten.“

Einstellen heißt laut Vastic aber nicht, die dominante Spielweise zu verändern oder gar anzupassen. „Bis dato haben wir sowohl daheim, als auch auswärts unsere Absichten konstant umgesetzt. Also wollen wir natürlich auch in St. Pölten unserem Stil treu bleiben.“

Nicht wirklich ins Gewicht falle zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft übrigens der Umstand der Tabellenführung.

Intern wird man beim SVM wohl sehr gerne einen aufputschenden Blick auf die Tabelle werfen, nach außen hin zähle das aber nur bedingt, wie der 24-jährige Stürmer aus Kärnten sagt: „Es ist eine Bestätigung für die Arbeit, wenn man Erster ist. Aber mir persönlich ist das egal, wo wir gerade stehen – schließlich arbeiten wir ohnehin Tag für Tag auf unser Ziel hin. Die Aufgabe ist einfach: Wir müssen Woche für Woche unsere Leistung abrufen.“

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