Erstellt am 26. Januar 2014, 12:08

Slowenischer Dreifach-Erfolg in Sapporo, Kofler 5.. Andreas Kofler hat am Wochenende beim Skisprung-Weltcup in Sapporo die Ränge sechs und fünf belegt und sich damit für das Olympia-Team für Sotschi empfohlen.

Während die übrigen vier ÖSV-Kandidaten für den fünften und letzten freien Platz die Top Ten neuerlich klar verpassten, sammelte der Olympia-Zweite von 2006 mit der Egalisierung des Schanzenrekords (140 m) Selbstvertrauen. Jernej Damjan (138/134 m) führte bei seinem Premierensieg den ersten slowenischen Dreifach-Erfolg im Weltcup an. Nach dem zweiten Rang hinter seinem Landsmann Peter Prevc am Vortag überflügelte der 30-Jährige in der zweiten Konkurrenz den Vize-Weltmeister (124/137,5) sowie den Skiflug-Champion Robert Kranjec (126/137).

Die Slowenen, die als einziges Team neben den japanischen Gastgebern in stärkster Besetzung angetreten waren, verbesserten sich im Finale von den Rängen drei, neun und sechs. "Auf diesen Sieg habe ich lange gewartet", sagte Damjan. "Ich hatte etwas Glück mit dem Wind und habe es auch ausgenützt."

"Mein bester Sprung heuer"

Kofler gelang wie am Samstag der erste Sprung perfekt, er führte ex aequo mit dem Vorjahrssieger Jan Matura (Tschechien). "Das war sicher mein bester Sprung heuer, von da her bin ich sehr zufrieden", erklärte der 29-jährige Tiroler. Im zweiten Durchgang kam er bei ähnlich guten Aufwind-Bedingungen auf 130 Meter und fiel auf Rang fünf zurück, 8,1 Punkte hinter Damjan.

Der Team-Weltmeister und -Olympiasieger zog dennoch ein positives Resümee. "Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es fehlt noch etwas die Konstanz, dass ich zwei solche Durchgänge zusammenbringe. Aber der Weg stimmt und ich spüre, dass es von der Motivation her sehr gut passt", betonte der Stubaier. Er springe nun befreiter und haben das Mentale besser im Griff.

"Leider nicht ganz rübergebracht"

Stefan Kraft kam als zweitbester Österreicher über den 16. Rang nicht hinaus, Manuel Fettner, Manuel Poppinger und Wolfgang Loitzl belegten die Plätze 20 bis 22. ÖSV-Cotrainer Alexander Diess, der das Team in Sapporo betreute, meinte, es wäre mehr möglich gewesen, inhaltlich sei Japan aber die Reise wert gewesen. "Man sieht, wie schnell es gehen kann, dass man ganz vorne ist", meinte der Coach in Richtung Kofler. "Im zweiten Durchgang hat er es leider nicht ganz rübergebracht."

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner nominierte noch am Sonntag das Quintett für die Winterspiele, das allerdings erst am Montag vom ÖOC offiziell bekannt gegeben wird. Gregor Schlierenzauer und Thomas Diethart als zweifache Saisonsieger sowie Michael Hayböck (Podestplatz) waren nicht nach Japan gereist, sie hatten ihre Plätze im Aufgebot sicher. Thomas Morgenstern ist nach dem am Kulm erlittenen Schädel-Hirn-Trauma für gesund erklärt worden. Dem Olympiasieger von 2006 war von Pointner für diesen Fall ein Platz frei gehalten worden.

Vor den Winterspielen stehen am kommenden Wochenende noch die Weltcup-Bewerbe in Willingen auf dem Programm.