Erstellt am 12. Dezember 2013, 12:32

Snowboard: Weltcup-Auftakt der Parallel-Läufer. Mit den Rennen in Carezza (Italien) starten nun auch die Parallel-Snowboarder in den Weltcup. Damit fällt auch der Startschuss für die Olympiaqualifikation.

Die Snowboarderin Julia Dujmovits aus Sulz (Bezirk Güssing) Privat/ÖSV  |  NOEN, Privat/ÖSV
Nur jeweils vier Olympia-Tickets gibt es für Damen und Herren für jeweils zwei Rennen. Aus Österreich bewirbt sich hinter dem burgenländischen Aushängeschild Julia Dujmovits und den Topläufern Benjamin Karl, Andreas Prommegger sowie Marion Kreiner ein großes Feld um die Sotschi-Teilnahme.

Sulzerin Dujmovits mmer für Podiumsplätze gut

Gleich von Auftakt an gilt es fleißig Spitzenplatzierungen zu sammeln, denn vor den Winterspielen in Russland stehen nach dem Riesentorlauf und Slalom in Italien nur noch die Rennen auf dem Jauerling (10.1./Slalom für Damen und Herren), in Bad Gastein (12.1./Slalom D+H), Rogla (SLO/18.1./Slalom D+H) und Sudelfeld (1.2./Riesentorlauf D+H) auf dem Programm. Womit der Weltcup auch bereits wieder beendet ist.

Dujmovits aus Sulz (Bezirk Güssing) und Karl sind ebenso wie Promegger und Kreiner jederzeit für Stockerlplätze in Riesentorlauf und Slalom gut, womit ihre Olympiaqualifikation so gut wie fix ist. Dahinter jedoch wird das Gerangel groß werden, denn laut FIS-Reglement werden Startplätze nur über die Gesamtquote vergeben und nicht getrennt für Riesentorlauf und Slalom, obwohl es im Weltcup zwei Wertungen gibt.

Streitpunkt Startplätze, Freude über neue Olympia-Bewerbe

"Ich bin sauer", sagte deshalb auch Christian Galler, der sportliche Leiter im ÖSV, zur APA. "Mehrfach haben wir auf eine Änderung gepocht, aber ich verliere den Mut, dass es noch dazu kommen wird. Wir werden trotzdem schauen, dass wir unsere besten Riesentorläufer und Slalomfahrer am Start haben."

Groß war die Freude im Snowboard-Lager, dass mit dem Parallelslalom und Slopestyle zusätzliche Bewerbe ins Olympiaprogramm aufgenommen wurden. Während im Slopestyle die Qualifikation über das Disziplin-Ranking geht, sind die Slalomfahrer mit den Riesentorläufern in einem Topf.

Im alpinen Skisport war der Aufschrei zu Saisonbeginn groß, nachdem die Quotenplatzregelung für Olympia zugunsten der "kleineren" Nationen geändert worden war und nicht nur Österreich der Verlust von Startplätzen drohte. Die Proteste trugen Früchte, das Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erhöhte die Gesamtquote um 30 auf 350. Im Snowboardsport rechnet aber niemand mehr damit, dass sich noch was ändern wird.

Burgenland-Aushängeschild fühlt sich "konkurrenzfähig und sicher"

"Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung. Ich gehe davon aus, dass wir in Carezza auf Sieg fahren, dieses Potenzial hat unsere Mannschaft", meinte Galler in Hinblick auf die ersten Rennen.

Dujmovits fühlt sich mit dem aktuellen Set-Up "absolut konkurrenzfähig und sicher". "Das Feld ist dichter geworden, wir liegen eng beisammen. Vor allem die jungen Fahrerinnen drängen nach und fordern die alten Hasen", sagte die 26-Jährige.