Erstellt am 19. Oktober 2011, 00:00

„So etwas taugt mir“. TIPP3 BUNDESLIGA / Ried-Trainer Paul Gludovatz sah das emotionale 3:3 der Mattersburger gegen Sturm Graz vor Ort.

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VON BERNHARD FENZ

Mitte der zweiten Halbzeit fing ihn eine Fernsehkamera doch noch ein. Geht es nach den TV-Bildern, verfolgte Paul Gludovatz das Spiel im Pappelstadion so, wie man ihn (zumindest in der Öffentlichkeit) kennt: Ungestört an einem relativ stillen Platzerl, griesgrämiger Blick – vielleicht auch nur konzentriert…

In Wahrheit aber lachte dem Eberauer Trainer der Rieder – mit seiner Mannschaft nächster Gegner des SV Mattersburg – beim Abgang aus dem Stadion das Herz ob des dramatischen Finish. Dass Tabellennachbar Sturm obendrein zwei Punkte verlor, wird ihm auch nicht gegen den Strich gegangen sein. „Ich gratuliere dem SVM – so etwas ist denkwürdig und taugt mir einfach. Eine tolle Geschichte, die bringt auch jede Menge weitere Moral.“ Am Samstag will Gludovatz mit Ried freilich verhindern, dass Mattersburg ähnlich Großes gelingt.

Respekt vor Grün-Weiß,  schwerer als gegen Violett?

Trotzdem ahnt der Südburgenländer schon jetzt, dass die Aufgabe schwer wird. „Wir werden mit ihnen mehr Probleme haben als mit der Aus-tria“, sieht der 65-Jährige im Geiste bereits die kampfstarken Burgenländer durch die Keine-Sorgen-Arena flitzen. Die grundsätzlich natürlich klar über Mattersburg zu stellende Austria erwischte speziell nach der Pause (ganz abgesehen von den Diskussionen rund um den Rieder Elfmeterpfiff) keinen guten Tag. Beim SVM erwartet sich der Ried-Chefcoach aber in jedem Fall eine unangenehme, hartnäckige Gegenwehr. Schließlich präsentierte sich die Truppe von Franz Lederer in der aktuellen Meisterschaft auswärts stark. Das belegen die Unentschieden in Graz, Salzburg und im Hanappi-Stadion sowie ein Sieg in Wiener Neustadt.

Noch etwas könnte Zuversicht geben: In der letzten Saison schnitt der SVM in Ried mit 3:1 und 1:1 zweimal gut ab. Wobei das ein reines Zahlenspiel ist – die Form der letzten Auswärtspartien aber nicht.

Rieds Trainer Paul Gludovatz blickt als nächstes auf das Match gegen den SVM.

BALDAUF