Erstellt am 26. August 2015, 06:52

von Martin Ivansich

Souveräner Auftritt vor dem Rapid-Spiel. SVM-Trainer Ivo Vastic war mit dem Sieg gegen den WAC hoch zufrieden. Weiter geht es für den SVM gegen Rapid.

Präsent. Markus Pink (r.) zeigte, nachdem er gegen Altach und die Austria fehlte, gegen den WAC sofort wieder seine offensiven Stärken. Ein Torerfolg blieb ihm diesmal aber verwehrt. Foto: Ivansich  |  NOEN, Ivansich
Heimspiele im Mattersburger Pappelstadion waren in dieser Saison bislang immer einen Besuch wert. 2:1 gegen Salzburg, 4:1 gegen Ried und nun fuhr der SVM auch gegen die Kühbauer-Elf aus Wolfsberg einen vollen Erfolg ein.

Und dieser war für Trainer Ivo Vastic auch hochverdient: „Ich denke, dass wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren.“ Von Beginn an suchten Karim Onisiwo und Co. den Weg zum WAC-Tor.



Onisiwo hatte auch die erste gute Gelegenheit der Heimischen, sein Schuss landete aber im Außennetz. Danach spielte ein hervorragend aufgelegter Michael Perlak gleich zweimal die Wolfsberger Defensive schwindelig, blieb aber im Abschluss nicht konsequent genug.



Als sich dann der wieder genesene Markus Pink auf der Mittellinie den Ball erkämpfte und völlig alleine auf WAC-Goalie Kofler zulief, hatten die 4300 Zuseher den Torschrei bereits auf den Lippen. Der bislang so treffsichere Angreifer konnte diese Chance aber nicht nutzen.

„Das war auch das Einzige, was nicht wirklich optimal lief. Aus unseren Möglichkeiten haben wir speziell vor der Pause zu wenig gemacht. Das Spiel hätte schon vorzeitig entschieden sein können“, meinte Vastic.

„Unser komplettestes Spiel in der Saison“

Dafür gefiel dem Mattersburger Coach die starke Defensiv-Leistung seiner Truppe: „Wir haben nur selten Gefahr zugelassen. Wenn überhaupt sind die Wolfsberger bei Weitschüssen gefährlich gewesen. Insgesamt war es unser komplettestes Spiel bislang.“



Bei den wenigen Versuchen des WAC, sei es bei Distanzschüssen oder Standardsituationen strahlte zudem Goalie Markus Kuster enorme Sicherheit aus. Kurz nach der Pause sorgte Thorsten Röcher für Erleichterung. Nach einem sehenswerten Antritt von Karim Onisiwo donnerte Röcher den Ball ins gegnerische Tor. Danach hatte die Vastic-Elf einige Möglichkeiten das Spiel vorzeitig zu entscheiden, blieb aber wie vor dem Seitenwechsel nicht effizient genug.

So musste man bis zum Ende um die weiße Heimweste zittern, die am Ende Tormann Kuster festhielt. Er fischte in der Nachspielzeit einen Weitschuss von WAC-Mittelfeldmann Peter Tschernegg aus dem Kreuzeck. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste nur noch zu zehnt. Der Ex-Mattersburger Manuel Seidl sah nach 70 Minute die Gelb-Rote Karte.

„Wenn man 60 Minuten nicht vorhanden ist, wenn man in keinen Zweikampf geht und nach vorne absolut mutlos ist, dann kann man Mattersburg nicht schlagen“ meinte WAC-Trainer Didi Kühbauer.

„Klarer Außenseiter“, aber nicht chancenlos

Letztendlich sicherte sich Mattersburg im dritten Heimspiel der Saison den dritten Sieg, und ist drauf und dran das Pappel-Stadion wieder zu einer echten Festung in der höchsten Spielklasse Österreichs zu machen. Der starke Auftritt soll Kapitän Patrick Farkas und Co. nun auch als Moralspritze für das schwere Auswärtsspiel gegen Tabellenführer Rapid geben.

Ausgerechnet bei der momentan besten Mannschaft Österreichs soll nach drei Auswärtsniegerlagen in Folge der erste Punkgewinn her. Für Trainer Vastic ist klar: „Wir brauchen gar nicht über die Qualität von Rapid reden, wir sind der klare Außenseiter. Rapid ist derzeit eine Macht und spielt zudem sehr guten Fußball.“

Chancenlos sieht er seine Truppe aber keineswegs: „Vor allem dann nicht, wenn wir hinten so stehen wie gegen den WAC. Außerdem müssen einmal 90 Minuten gespielt werden und auch wir haben unsere Stärken.“ Personell wird sich bei den burgenländischen Grün-Weißen wohl wenig ändern. Und viel Grund für Änderungen besteht nach der starken Darbietung gegen den Wolfsberger AC ohnehin nicht.