Erstellt am 12. November 2013, 15:41

Start in neue Koller-Ära lässt keine Wünsche offen. Der Auftakt seiner zweiten Ära als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft lässt für Marcel Koller keine Wünsche offen.

Die ÖFB-Auswahl ist im Trainingslager in Spanien von Sonnenschein und 23 Grad Celsius begrüßt worden. Untergebracht ist der fast 40-köpfige ÖFB-Tross im Vier-Sterne-Komplex "Real Club de Golf Campoamor Resort". Zwei saftig grüne Trainingsplätze versüßen den Aufenthalt. Am Dienstag liefen die Vorbereitungen auf das Test-Länderspiel am Dienstag (19. November) in Wien gegen die USA sowie die kommende Qualifikation für die EM 2016 an. "Wir sind hierher gereist, um ein bisschen weg vom schlechten Wetter zu kommen. Und die Bedingungen sind herrlich", meinte der seit Montag 53-jährige Koller, der das Quartier in ruhiger Lage schon aus seiner Zeit als Trainer des VfL Bochum kennt.

"Wichtig ist, dass sich die Spieler wohlfühlen"

"Wenn die Temperaturen und das Ambiente stimmen, dann macht das sehr viel aus. Dann kommen auch die Botschaften besser an als bei Regen und Kälte. Wichtig ist, dass sich die Spieler wohlfühlen, Spaß und Freude haben", ist Koller voll überzeugt, dass das Camp in Spanien die Truppe entscheidend weiterbringen wird. Nur ein lockeres Lauftraining abseits der Mannschaft haben die beiden angeschlagenen Werder-Bremen-Legionäre Sebastian Prödl (Oberschenkelblessur) und Zlatko Junuzovic (Adduktorenprobleme) absolviert.

Ab Mittwoch will Koller dann im taktischen Bereich feilen. "Angriffspressing, frühes Stören" und "besseres Switchen des Spiels" stehen laut Koller vor allem auf dem Programm. Gegen die USA will Koller aber auch einmal den jüngsten Negativtrend in den freundschaftlichen Länderspielen stoppen. "In den Quali-Spielen ist die Mannschaft immer sehr fokussiert und konzentriert aufgetreten. In den Freundschaftsspielen hat sie hingegen nicht immer das umgesetzt, was wir sehen wollten. Das gilt es anzusprechen. Denn wenn wir weiter nach vorne kommen wollen, müssen wir auch da fokussiert sein", weiß Koller. Denn ein Sieg gegen die USA könnte auch für die Setzung bei der Auslosung der EM-Qualifikation eine Verbesserung bringen.

Co-Trainer-Abgang überraschte Koller

Mit Fritz Schmid ist Koller vor wenigen Tagen seine "rechte Hand" abhandengekommen. Ob sein Posten als Co-Trainer beim ÖFB nachbesetzt wird, ist laut Koller noch offen. Die Entscheidung soll bis März 2014 fallen. Der Abgang kam für Koller "überraschend": "Schade, dass er nicht mehr dabei ist. Aber ich akzeptiere natürlich seine berufliche Situation." Schmid war für Koller vor allem im analytischen Bereich oder bei Spielbeobachtungen unterstützend tätig.