Erstellt am 09. April 2014, 08:33

von Bernhard Fenz

Steirische Karte ist Trumpf. Kooperation | “Best of Football“ und „International Football Camp Styria“ machen künftig gemeinsame Sache. Ein Hauptziel: Prominente(re) Teams sollen im Burgenland trainieren.

Oktober 20111: Landesrätin Michaela Resetar, Landeshauptmann und Tourismus-Burgenland-Präsident Hans Niessl, Burgenland-Tourismus-Direktor Mario Baier (Mitte.v.l.) präsentieren mit den Teamspielern Christian Fuchs (l.) und Christopher Trimmel »Best of Football«, damals noch ohne »IFCS« ...  |  NOEN

Sommerliche Fußball-Trainingslager – dieses Geschäft blüht nicht erst seit gestern auf. Agenturen und die Tourismus-Abteilungen mancher Bundesländer buhlen seit Jahren um die besten internationalen Mannschaften, die sich in Österreich auf die neue Saison vorbereiten.

Die Folge: ein immenser Werbewert für die Region, ein Ankurbeln für den Tourismus und unterm Strich ein Geschäft für alle Beteiligten.

„Die klar zuordenbaren Erfolgserlebnisse haben gefehlt.“
Ronald Gollatz, ehemaliger Koordinator von „Best of Football“,
warum es Ende des Jahres 2013 zu der Trennung gekommen ist

Hier will seit 2011 auch das Burgenland mit der Dachmarke „Best of Football“ offiziell mitspielen. Ziel des gegründeten Vereins: Klubs jeglicher Größe sollen an ausgewählten Standorten im Burgenland unterkommen. Die Bandbreite geht hier vom Promi-Profiklub bis zum Amateurverein.

Weil aber vor allem das Lukrieren namhafter Zugpferde nicht optimal funktionierte, schloss BOF nun eine Kooperation mit „International Football Camp Styria“ (IFCS) ab – neben „Salzburger Land Fußballcamps“ die zweite große österreichische Dreh- und Angelscheibe.

Auch ein Wechsel im operativen Bereich

Schon zuvor erfolgte die einvernehmliche Trennung von BOF und Koordinator Ronni Gollatz. Der Geschäftsführer der Agentur MPW-1060 und Chef am Hannersberg im Südburgenland stellte fest, dass „die klar zuordenbaren Erfolgserlebnisse gefehlt haben. Wir haben aber mit wenigen Mitteln viel geschafft. 2013 etwa, waren rund 100 Fußballteams im Burgenland, das kann sich herzeigen lassen. Nur war das aufgrund der Struktur nicht direkt „Best of Football“ zuordenbar.“
x  |  NOEN, BVZ

Diese besagte Herzeigbarkeit soll sich künftig ändern. Andreas Gross, Obmann des Vereins „Best of Football“: „IFCS ist beauftragt, für unsere Betriebe Klubs zu akquirieren. Für uns ist wichtig, auch ein paar Leuchtraketen zu haben.“

Nun bewirbt sich der „große Bruder“

Leuchtraketen – also gut vermarktbare Promiklubs – sollen künftig in der Öffentlichkeitsdarstellung als burgenländisches Produkt verkauft werden können.

Das war bislang reine IFCS-Sache, weil die in Kapfenberg beheimatete Agentur mit dem Falkensteiner Balance Resort in Stegersbach und dem AVITA Bad Tatzmannsdorf seit Jahren die beiden prominentesten burgenländischen Anbieter in Sachen Fußballcamps ohnehin bereits im eigenen Angebot hat.
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„Seit 2006 gibt es eine gute Zusammenarbeit,“ sagt Nik Pichler, langjähriger IFCS-Chef und nach wie vor im Hintergrund tätig.

Nun bewirbt der steirische große Bruder Stegersbach und Bad Tatzmannsdorf aber auch im Sinne von „Best of Football“ – und daneben noch die Standorte Lutzmannsburg (Thermenhotel Kurz), Neufeld (Der Reisinger) und Steinbrunn (Landessportzentrum VIVA). Gross: „Auf diese fünf Betriebe läuft die künftige Vermarktungsschiene hinaus, die durch die Kooperation noch professioneller werden soll.“

„Das Land kann Nutzen nun auch generieren“

Operativ werden Anfragen dann künftig in die Steiermark weitergeleitet, die Agentur kümmert sich um die weitere Abwicklung. IFCS-Geschäftsführer Martin Walizadeh: „Bislang hatten wir nicht den Auftrag, in Gebieten wie Lutzmannsburg oder Neufeld/Steinbrunn tätig zu sein. Das ist jetzt anders. Wir betreuen „Best of Football“ im operativen Bereich mit, durch die Partnerschaft kann das Land Burgenland den Nutzen nun auch generieren.“

Klarerweise können laut Walizadeh die Standorte weiter selbstständig agieren, „Ende Juni bis Anfang August sind aber schon wir der Hauptansprechpartner, vor allem was das Thema Profimannschaften betrifft. Dass dann Termine blockiert werden, geht einfach nicht.“