Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Stichwort Cleverness. TIPP3 BUNDESLIGA / Schiedsrichter hin, Gegentore her: Der SV Mattersburg gab gegen Rapid die Kontrolle aus der Hand.

Referee René Eisner (r.) schickte Martin Rodler mit Gelb-Rot vom Platz – der SVM unterlag.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Konsequent und aggressiv (aber nicht zu tief) verteidigen, rasch umschalten und gefährliche Gegenstöße praktizieren: Der SVM präsentierte sich gegen Rapid eine Halbzeit lang mit einer Rezeptur, die dem Rekordmeister so gar nicht schmeckte. Dass es am Ende trotz der 1:0-Pausenführung doch eine Niederlage wurde, hat für Trainer Franz Lederer nicht nur einen einzigen Grund: „Nach einer perfekten ersten Hälfte hat die Ordnung gefehlt, es haben sich zu viele Fehler eingeschlichen und die Bewegung um den Ball war nicht ausreichend.“

Sauer stieß dem Chefcoach freilich auch das 1:1 auf, im Zuge dessen Atdhe Nuhiu um den Tick vorne war. Hintergrund: Gleiches galt für Michi Mörz in Halbzeit eins, da wurde sein Kopfballtor aber auch tatsächlich wegen Abseits aberkannt: „Wenn das vom gleichen Assistenten so angezeigt wird, ist das freilich bitter. Solche Situationen können in Spielen, wo es eng hergeht, wesentlich sein.“ Ilco Naumoski, gefragt nach den Gründen für die Niederlage, ergänzte: „Wir müssen abgesehen davon einfach cleverer agieren und dürfen uns nicht so zurückziehen. Gegen diese Mannschaften kann das ins Auge gehen, da muss jeder Einzelne mehr Verantwortung übernehmen.“

Mit offensivem Mut in  die Generali-Arena

Besagte Cleverness wird auch am Samstag nötig sein, da sind die Burgenländer bei der Austria zu Gast. Der gesperrte Ado Mravac steht wieder zur Verfügung, dafür muss Martin Rodler nach seiner Ampelkarte (er hatte bei einem Rapid-Gegenstoß die Hand im Spiel, Christopher Drazan nahm dankend an und fiel zu Boden) zuschauen.

Am 16. April siegte der SVM übrigens erstmals in der Generali-Arena (damals mit 1:0), Lederer blickt auch diesmal zuversichtlich auf das Gastspiel: „Wenn wir kompakt stehen und auch in der Offensive mutig auftreten können, ist etwas drin. An dieser Abstimmung werden wir weiter arbeiten.“