Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Stranzl-Comeback in der Deutschen Bundesliga. FUSSBALL / Das Tauziehen um den Güssinger Martin Stranzl hat ein Ende. Kurz vor dem Jahreswechsel unterzeichnete er bei Mönchengladbach einen Vertrag bis 2013.

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VON PHILIPP FRANK

Martin Stranzl ließ sich lange Zeit, um sich für einen neuen Arbeitgeber zu entscheiden. Nun hat der Güssinger die Wahl getroffen. Nach über viereinhalb Jahren verlässt der 30-Jährige nun Spartak Moskau und kehrt wieder in die deutsche Bundesliga zurück. Er unterzeichnete einen Tag vor dem Jahresende einen Vertrag beim Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach.

 

Der Vertrag läuft bis zum Jahr 2013 und gilt auch für die zweite deutsch Bundesliga. Die Ablösemodalitäten soll rund 800.000 Euro betragen. Der Defensivallrounder hatte bei Spartak noch einen Vertrag bis 2011. „Gladbach hat sich sehr um mich bemüht. Ich kenne das Umfeld dort – und das Angebot hat auch gepasst. Natürlich ist es eine schwierige Situation für den Verein, aber es ist für mich eine neue Herausforderung und ich werde alles versuchen, damit dieBorussia den Klassenerhalt schafft. Die Ausgangslage ist zwar schwer, aber nicht unmöglich“, so Martin Stranzl imInterview. Der Burgenländer, der bei den Russen keine Stammplatzgarantie mehr hatte, war in den vergangenen Wochen auch mit Österreichs Meister Salzburg, Rapid und Sturm Graz in Verbindung gebracht worden.

Keine schriftliche Anfrage  von Rapid oder Salzburg

„Es gab zwar Gespräche, aber keine schriftliche Anfrage an mich seitens der österreichischen Vereine. Bei Gladbach hat das Gesamtpaket gestimmt“, so der Güssinger. Neben dem ehemaligen Nationalteamspieler verpflichtete der Bundesligist auch noch den Norweger Havard Nordtveit. Zuvor wurde auch noch Stürmer Mike Hanke aus Hannover geholt.

 

 

 

 

 

Stranzl soll in der Abwehr zum Einsatz kommen. „Martin ist ein erfahrener Innenverteidiger, der unter anderem sieben Jahre in der Bundesliga gespielt hat. Wir freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat“, meinte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Auch Trainer Michael Frontzeck zeigte sich zufrieden über die Neuverpflichtungen: „Es ist wichtig, dass alle drei keine Bundesliga-Neulinge sind. Stranzl ist natürlich ein sehr erfahrener und gestandener Spieler, der schon viel erlebt hat.“ Der Trainingsauftag erfolgt am 2. Jänner mit einem Camp im spanischen La Cala de Mijas.

In der letzten Saison den  Stammplatz verloren

Stranzl bestritt bereits von 1999 bis 2006 in der Bundesliga insgesamt 140 Partien für 1860 München (bis Juni 2004) und den VfB Stuttgart. Im März 2006 wechselte der Burgenländer zum russischen Traditionsklub nach Moskau. Bei Spartak war Stranzl lange Zeit eine fixe Größe, ehe er in der abgelaufenen Saison keine Stammplatzgarantie mehr hatte.

Martin Stranzl kehrt nach viereinhalb Jahren wieder in die deutsche Bundesliga zurück.APA