Erstellt am 26. April 2011, 10:09

Stranzl tankte Selbstvertrauen. Ostern 2011 werden Martin Stranzl und Borussia Mönchengladbach vielleicht noch in positiver Erinnerung behalten. Durch den 1:0-Heimerfolg am Wochenende gegen Fast-Meister Borussia Dortmund haben die "Mönche" und mit ihnen ihr ÖFB-Legionär erstmals seit November die Rote Laterne abgegeben und sind nach der 31. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga Tabellen-17.

 |  NOEN, ROLAND WEIHRAUCH (DPA)
Mit diesem Sieg haben wir aber wieder einmal bestätigt, dass wir wirklich alles für den Klassenerhalt tun", sagte der Burgenländer im Interview mit dem Fachmagazin "kicker". Dieses Selbstvertrauen, sogar den zukünftigen Meister geschlagen zu haben, müsse man mit in die letzten Spiele nehmen, appellierte der Burgenländer. "Wir haben ja nicht zum ersten Mal gezeigt, dass es geht, dass wir es können." Jetzt heiße es, in Hannover (Emanuel Pogatetz) nachzulegen, um den Druck auf die Konkurrenz hoch zu halten, sah Stranzl der nächsten Runde am kommenden Samstag entgegen. Vom Relegationsplatz, den derzeit der VfL Wolfsburg einnimmt, trennen Gladbach nur noch drei Punkte.

Der Rückstand sei aufzuholen, glaubt nicht nur der Innenverteidiger, der vom "kicker" die Note zwei bekam und damit zu den Besten zählte. "Wir dürfen sowieso nicht allzu sehr auf die Konkurrenz schauen, sondern müssen erst einmal unsere Hausaufgaben erledigen", meinte der 30-Jährige. Die Gladbacher treten neben Hannover noch gegen SC Freiburg (heim) und den Hamburger SV (a) an. Der Rückstand sei aufzuholen. "Zwei Spiele müssen wir ganz sicher gewinnen, um eine Chance zu haben, wenn nicht sogar alle drei", glaubt der der Ex-Teamspieler.

Es sei richtig spannend, weil die Teams sehr eng zusammenliegen. "Uns als Mannschaft kann jedenfalls nichts mehr schocken. Dafür stehen wir schon zu lange hinten drin. Wir wissen mit dieser Situation umzugehen", so Stranzl. Die Frage, ob die zehn Punkte aus dem Herbst eine zu große Hypothek für die Aufholjagd seien, ließ er unbeantwortet. "Ein Resümee ziehe ich erst am Saisonende. Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen. Der Verein verdient es auch, dass wir bis zum Schluss alles für die Rettung geben."

Mit dieser Infrastruktur, dem Umfeld und diesen leidenschaftlichen Fans gehöre die Borussia in die Bundesliga. Stranzl könnte es sich "absolut" vorstellen, im Fall der Fälle mit Gladbach auch in die Zweite Liga zu gehen. "Ich habe auch schon ein gutes Gespräch mit Sportdirektor Max Eberl geführt", verriet der Abwehrchef, der davon ausgeht, dass man eine Mannschaft zusammen hätte, die sofort wieder aufsteigen könne. "Aber im Moment rechne ich sowieso damit, dass wir in der Bundesliga bleiben", sagte Stranzl.