Erstellt am 31. März 2012, 18:33

Sturm hielt trotz Doppel-Rot 0:0 gegen Ried. Das letzte Saisonviertel der Fußball-Bundesliga ist am Samstag mit einem 0:0 zwischen Sturm Graz und SV Ried eröffnet worden.

Im Duell Meister gegen Cupsieger hatten die Steirer vor der Pause leichte Vorteile, doch Ried-Goalie Gebauer vereitelte die wenigen guten Sturm-Chancen. Nach dem Wechsel flog Sturms Koch mit Gelb-Rot (63.) sowie Dudic nach einer Notbremse mit Rot (78.) vom Platz.

Mit zwei Mann mehr auf dem Rasen fanden die Rieder im turbulenten Finish gute Möglichkeiten auf den Auswärtssieg vor, Sturm brachte das Remis aber über die Zeit. Für Sturm rückt die erfolgreiche Titelverteidigung aber in immer weitere Ferne. Sollte Salzburg den Sonntag-Schlager in Wien gegen die Austria gewinnen, würde der Rückstand auf die Tabellenspitze bereits zehn Punkte betragen. Die Rieder haben weiter drei Zähler mehr als die Grazer auf dem Konto.

Die Paarung ging sehr gemächlich und vorsichtig los. Die erste Chance verzeichnete Sturm: Kainz schoss aus kurzer Distanz ans Außennetz (16.). Dann rettete zweimal Ried-Goalie Gebauer hervorragend. Zunächst parierte der Deutsche gegen Okotie, der auch von Reifeltshammer entscheidend gestört wurde (32.), dann reagierte er bei einem Schuss von Szabics aus kurzer Distanz blitzschnell (41.).

Ansonsten präsentierten sich die Rieder defensiv kompakt und zweikampfstark, aber offensiv mit Ausnahme einer Casanova-Halbchance (14.) völlig zahnlos. Nach dem Wechsel wurde die Partie eine Nuance flotter. Auch, weil sich die Rieder etwas mehr Richtung Sturm-Tor wagten. Ein Treffer der Gäste durch Schreiner wurde aberkannt, weil Beichler davor ein Foul an Ehrenreich begangen haben sollte (52.). Wenig später schoss Hadzic knapp am Tor des unterbeschäftigten Sturm-Tormanns Gratzei vorbei (59.).

Im Sturm-Spiel fehlte das Feuer, die laschen Angriffsbemühungen von Okotie und Co. wurden zusätzlich durch den Ausschluss von Koch wegen wiederholten Foulspiels gebremst (63.). Zum Ende der Partie hin wurde die Luft für Sturm dann noch dünner, denn Dudic sah nach einer Notbremse gegen Guillem, die Zentimeter außerhalb des Strafraums passierte, die Rote Karte (78.). Sturm verteidigte sich in zweifacher Unterzahl aber geschickt und geriet nicht mehr in Gefahr.