Erstellt am 20. Oktober 2012, 20:51

Sturm - Mattersburg endet torlos. Sturm Graz ist am Samstag in der 12. Runde der Fußball-Bundesliga erfolglos gegen eine Mattersburger Abwehrmauer angelaufen.

Die Grazer dominierten das Spiel, mussten sich vor 11.815 Zuschauern aber mit einem torlosen Remis begnügen. Für Sturm war es das vierte sieglose Spiel in Folge, für Mattersburg der zweite Punkt aus den jüngsten sechs Partien.

Vor den Augen von Eishockey-Star Thomas Vanek machte Sturm das Spiel, allerdings war meist am Strafraum Endstation. Denn Mattersburg stand wie erwartet tief und vor allem gut organisiert. Die Grazer fanden kein Mittel, diesen Riegel zu knacken. Ein Madl-Schuss in der 35. Minute war da die beste Chance der Heimischen in der ersten Halbzeit.

Auf der anderen Seite tauchte Patrick Bürger dreimal gefährlich vor dem Tor von Johannes Focher, der neuerlich gegenüber ÖFB-Teamtorhüter Christian Gratzei den Vorzug erhalten hatte, auf. Zwei Kopfbälle der Mattersburger Solospitze (14., 20.) und ein Schuss aus spitzem Winkel (39.) verfehlten aber das Ziel.

Nach der Pause drängte Sturm noch mehr auf den erlösenden Treffer, der aber nicht fallen wollte. Die größte Chance vergab Imre Szabics, der in der 54. Minute aus kurzer Distanz nicht richtig an den Ball kam. Martin Rodler konnte vor der Linie klären. Mattersburg kam in der 76. Minute einem Tor am nächsten, ein Schuss von Thorsten Röcher fiel aber zu schwach aus. Damit ist Mattersburg weiter seit Mai 2006 in Graz ohne Sieg.

Peter Hyballa (Trainer Sturm Graz): "Solche Spiele hat es schon öfter gegeben. Sie stellen sich einfach hinten rein und sagen, wir wollen einen Punkt mitnehmen. Es hat uns die Idee gefehlt, es war schwer. Die guten Torchancen haben uns gefehlt, 20 Meter vor dem Tor waren wir zu ungefährlich und haben unsere Qualitäten vermissen lassen. Barcelona hat für 1:1-Situationen einen Messi, wir aber nicht. Jetzt müssen wir in Wolfsberg auf Sieg spielen. "

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): "Ich habe gegen die Austria gesehen, wie stark Sturm ist. Unsere oberste Priorität war, kein Tor zu bekommen, das haben wir geschafft. Ein Punkt in Graz ist schon okay. Wenn man unverschämt ist, wären sogar drei Punkte drin gewesen, obwohl Sturm 90 Minuten dominiert hat. Ich freue mich jetzt auf das Innsbruck-Spiel, weil meine Mannschaft gut drauf ist."