Erstellt am 23. Juli 2014, 13:47

von Bernhard Fenz

Diese Rezeptur gilt auch im Waldviertel. Mattersburg will in Horn wie gegen Innsbruck: hinten kompakt, vorne engagiert – so wie ein Spitzenteam eben.

Wirbelwind: Alex Ibser sorgte gegen Wacker Innsbruck offensiv für viel Schwung - nicht nur aufgrund seiner Schnelligkeit. In der ersten Halbzeit gelang dem 23-Jährigen noch dazu der Führungstreffer. Foto: Weller  |  NOEN, Weller
Es ist das klassische Merkmal einer Spitzenmannschaft, auswärts nicht wesentlich anders als daheim aufzutreten. Ganz nach dem Motto: Der Gegner muss sich nach mir richten, ganz gleich, ob bei mir oder bei ihm.

Genauso agieren wie gegen den Absteiger

Im Falle des SV Mattersburg war das in den letzten Jahren nicht der Fall. Vor dem Abstieg im Sommer 2013 traten die Burgenländer in der Ferne, bis auf die eine oder andere Ausnahme, praktisch dauerhaft als Außenseiter an. In der vergangenen Saison gingen die meisten dominanten Auswärts-Experimente schief.

Diesmal soll die Sache anders werden. Das nach gerade einmal einer von 36 gespielten Runden zu prognostizieren, wo doch der erfolgreiche Auftakt noch dazu im Pappelstadion über die Bühne gegangen ist, scheint kühn.

Aber Mattersburg-Trainer Ivo Vastic will in dieser Hinsicht auch keine großen Töne spucken. Er sagt lediglich vor dem Spiel am Freitag in Horn: „Wir brauchen uns nichts anderes vorzunehmen als gegen Innsbruck: Das war hinten sehr kompakt, nach vorne wurde die Mannschaft immer wieder gefährlich – auf dieses Konzept können wir vertrauen.“

„Innsbruck-Match war ein großer Schritt“

Der Chefcoach des SVM will diese Leistung in jedem Spiel wiederholen. Wenig Worte über den Gegner (damit beschäftigt sich das Team ohnehin intern), dafür umso mehr über die eigene Mannschaft. Da ist vom Erfolgsgeist und vom Willen die Rede, da ist von der wachsenden Synergie zwischen Mannschaft und Fans die Rede. „Dieses Match war wirklich ein großer Sprung nach vorne. Da wollen wir jetzt fortsetzen.“

Schließlich geht es um den Funken, der sich von Beginn der Saison an entwickeln soll. All das, was im letzten Jahr nicht geklappt hat, soll nun besser werden – allen voran die Ergebnisse. Die waren mit zwei Niederlagen zu Beginn niederschmetternd, ein Dreier in Horn könnte am Freitag hingegen einen schönen Auftakt bescheren.

Personell ist Ingo Klemen nach seiner Sperre wieder dabei. Ob Patrick Farkas (Knöchelverletzung im ÖFB-Cup in Höchst) wieder spielen kann, ließ Vastic noch offen: „Wir haben genug Qualität in der Mannschaft und müssen Farkas nicht auf Zwang einbauen. Er soll die nötige Zeit erhalten, um wieder völlig fit durchzustarten.

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