Erstellt am 26. November 2014, 07:22

von Bernhard Fenz

Ein grün-weißer Schrei nach mehr. Mattersburg zitterte sich gegen Innsbruck zum Sieg, bewies am Ende Biss und ist im Titelkampf wieder voll dabei.

 |  NOEN, Martin Ivansich

Gerade vor der Winterpause – am Freitag (18.30 Uhr) steht die letzte Partie in Horn am Programm – wäre ein weiterer Punkteverlust des SVM auf Leader LASK eine extrem bittere Pille gewesen. Nach der 1:3-Pleite beim FC Liefering wuchs der Vorsprung der Linzer auf fünf Punkte, nun hat sich einiges wieder relativiert.

Drei Punkte Rückstand sind nach dem mühsam erkämpften 3:1-Erfolg gegen Wacker Innsbruck und dem gleichzeitigen 0:0 des LASK gegen Kapfenberg ein überschaubarer Abstand, mit dem es sich psychologisch gut über den Winter kommen ließe.

Sieg in Horn? „Das wird schwer genug“

Trainer Ivo Vastic, der zu Wochenbeginn mit einer Magen-Darm-Grippe zu Hause bleiben musste: „Natürlich tut es gut, wenn man sieht, dass man dranbleibt. Die Tabelle ist derzeit auf zwei Gruppen aufgeteilt, wir sind in der oberen und wollen dort auch weiterhin eine gute Rolle spielen. Trotzdem können wir hier ohnehin nur auf uns schauen und wollen am Freitag in Horn voll punkten. Das wird schwer genug.“

Die Waldviertler sind vor eigenem Publikum bekanntlich stark, liegen in der Heimtabelle auf Platz vier und konnten zuletzt St. Pölten im Niederösterreich-Derby mit 1:0 biegen.

„Innsbruck ist ja nicht irgendeine Mannschaft“

Mattersburg bog am Freitag wiederum Wacker Innsbruck. Dass Vastics Mannschaft gegen die Tiroler nach einer starken und souveränen ersten Hälfte noch ordentlich ins Wanken geriet, bewertete der Chefcoach ohne große Emotionen: „Leider haben wir gleich nach der Pause mit der ersten Aktion das Gegentor erhalten.“

Warum sich Grün-Weiß bis zum Schluss davon nicht mehr richtig erholte? „Innsbruck hat Qualität und ist nicht irgendeine Mannschaft. Die haben schon sehr gute Spieler in ihren Reihen, in dieser Phase war es dann nicht leicht für uns.“



Gleichzeitig fehlte laut dem Ex-Teamspieler, je länger die Partie dauerte, im Mattersburger Mittelfeld die nötige Stabilität: „Michi Perlak war angeschlagen, auch Sven Sprangler war nicht mehr ganz fit. Mit der Einwechslung frischer Kräfte ist es dann wieder besser gegangen. Die Mannschaft hat sich jedenfalls nicht aufgegeben und bis zum Schluss probiert, das dritte Tor zu erzielen. Das ist am Ende auch gelungen.“

Mit diesem Positiv-Erlebnis im Rücken soll nun auch ein Erfolg beim SV Horn her. Sicher fehlen wird Offensiv-Flitzer Alex Ibser. Für ihn ist das Pflichtspieljahr 2014 aufgrund der fünften Gelben Karte vorbei.

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