Erstellt am 01. August 2011, 12:10

SV Mattersburg freut sich über 0:0. Die Burgenländer, die schon in Graz gegen Sturm ein 2:2 geholt hatten, durften das 0:0 gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner Red Bull Salzburg wie einen Sieg feiern.

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"Das ist ein Supergefühl. Wir haben nicht schlecht gespielt, gut gekämpft und nicht viele Chancen zugelassen. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar gewinnen können", meinte SVM-Torhüter Thomas Borenitsch und Stürmer Ilco Naumoski fügte hinzu: "Man hat gesehen, dass sich alle Favoriten gegen uns warm anziehen müssen." Ein, zwei Torchancen für Salzburg seien für so viele Stars zu wenig.

Auch Franz Lederer, dessen Elf auswärts seit sieben Runden sieglos ist, freute sich über den Achtungserfolg. "Wir haben verdient einen Punkt mitgenommen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die taktische Disziplin war extrem hoch. Wir haben gegen sehr viel individuelle Klasse bestanden", meinte der Mattersburg-Feldherr, der zufrieden feststellte: "Ich will das nicht überbewerten, aber es ist schon eine gewisse Stabilität in der Mannschaft." Das 1:2 daheim zum Auftakt gegen SC Wr. Neustadt hat er als "kollektiven Selbstfaller" ausgenommen.

Sein Salzburger Kollege, dessen Elf seit neun Liga-Partien (23. April 2:3 daheim Wacker) unbesiegt ist, machte den Gästen Komplimente. "Wir sind auf einen sehr selbstbewussten Gegner getroffen. Meine Mannschaft ist noch nicht fähig, gegen einen stark defensiv eingesellten Gegner wie Matterburg zum Erfolg zu kommen", sagte Ricardo Moniz, dessen Truppe die technische Überlegenheit nicht in Effizienz ummünzen und auch keinen Druck habe erzeugen können.

Fünf Spiele in Serie ohne Gegentor sei positiv, aber die andere Qualität (Anm.: nach vor zu spielen) schwieriger." Der Niederländer trauerte den Chancen nach Beginn nach. "Das frühe Tor hat gefehlt, daher sind alle nervös und hektisch geworden", nannte er einen der Gründe für die dürftige Nullnummer. Dass man dem Gegner in die Karten gespielt habe, hätte nur mit Disziplin zu tun. "Wir wissen, woran wir arbeiten müssen." Glück hatte Stürmer-Jungstar Alan, dass er nach einem Kopfstoß gegen SVM-Kapitän Mörz nicht Rot sah.