Erstellt am 13. September 2015, 19:08

von Bernhard Fenz

Viertes Heimspiel, vierter Sieg. Der SV Mattersburg hat nach dem 4:2-Erfolg in Wien gegen Rapid nachgelegt und am Sonntag auch Sturm Graz geschlagen.

Jubeltraube: Der SV Mattersburg bleibt eine Heimmacht - diesmal musste Sturm Graz als 0:2-Verlierer aus dem Pappelstadion heimfahren.  |  NOEN, Bernhard Fenz
Ganz nebenbei war der 2:0-Sieg auch noch der vierte Dreipunkter im vierten Auftritt vor heimischem Publikum. Die Burgenländer setzen sich somit weiter im Spitzenfeld der Liga fest.

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MATTERSBURG – STURM GRAZ  2:0.  

Das Spiel startete durchaus flott und ansehnlich, wobei parallel dazu auch immer wieder Leerläufe die erste Hälfte prägen sollten. Große Chancen hatten die Gastgeber dabei vor allem zwei, beide fand Markus Pink vor.

Einmal parierte Sturm-Goalie Michael Esser im Nachfassen, bei der zweiten Topchance leistete Manuel Prietl starke Vorarbeit und legte der Nummer 32 das Runde auf, abermals hatte aber Esser etwas gegen einen Mattersburg-Treffer und parierte per Fuß.

Bei den Grazern war es Josip Tadic, der einem Treffer am nächsten kam, allerdings war SVM-Tormann Markus Kuster zur Stelle. Ein Weitschuss von Thorsten Schick war ebenfalls eine Beute für den Goalie der Grün-Weißen.

Schwacher Rückpass – Mattersburger Führung

Nach Wiederbeginn wogte das Spiel dann hin und her, wobei Mattersburg leichte optische Vorteile verbuchen konnte. Leicht prognostizierbar war es jedenfalls nicht, welcher Mannschaft die Führung gelingen könnte, also musste ein schwerer individueller Fehler her, um Klarheit zu schaffen.

Minute 68: Im Zuge eines Mattersburg-Konters will Martin Ehrenreich den Ball rund 40 Meter vom Tor entfernt von Höhe der Seitenlinie aus zu Goalie Esser zurückspielen, der Ball verhungert aber völlig, Karim Onisiwo schnappt sich die Kugel, spielt quer zu Patrick Farkas – und der Kapitän bedankt sich mit dem 1:0 für den SVM.



Erst danach drückte Sturm Graz noch einmal aufs Tempo und konnte die Burgenländer zumindest optisch ein wenig zurückdrängen. Wirklich in Bedrängnis kam die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic dabei aber auch nur relativ selten, einmal verfehlte der eingewechselte Bright Edomwonyi bei einem Kopfball das Ziel nur knapp.

Auf der Gegenseite eröffneten sich für Grün-Weiß Räume zum Kontern. Einmal scheiterte Karim Onisiwo (da wurde aber bereits abgepfiffen), dann musste Esser einen Direktschuss von Mario Grgic parieren.

Der Schlusspunkt gehörte dann dem SVM, als Kapitän Patrick Farkas sogar über seinen Doppelpack jubeln konnte. Nach einer Chance von Karim Onisiwo kam der Ball über Grgic eben zu Farkas, der Esser bezwang und jubelnd abdrehen konnte.


MATTERSBURG – STURM GRAZ 2:0 (0:0).

Torfolge: 1:0 (68.) Farkas, 2:0 (94.) Farkas.

Gelb: Malic (83., Foul), Höller (88., Foul); Klem (61., Foul), Avdijaj (62., Kritik), Madl (78., Foul).

SR: Schörgenhofer.- Pappelstadion, 8.200.

Mattersburg: Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Farkas; Jano, Prietl (85. Grgic); Onisiwo, Perlak, Röcher (13. Maksimenko);  Pink (79. Templ).

Sturm Graz: Esser; Potzmann (46. Ehrenreich), Madl, Spendlhofer, Klem; Kamavuaka, Offenbacher (71. Edomwonyi); Schick, Avdijaj, Dobras; Tadic (62. Kienast).


STIMMEN ZUM SPIEL:

Mattersburg-Trainer Ivo Vastic: „Der unbedingte Wille hat entschieden, das Spiel an sich war sehr schwierig. Wichtig ist, dass wir hinten nicht viel zugelassen haben – da hat die Balance gestimmt.“
 
Sturm-Trainer Franco Foda: „Bis zum 1:0 war das Spiel ausgeglichen, danach waren wir viel zu hektisch. Das war zu wenig.“
 
SVM-Präsident Martin Pucher: „In der ersten Hälfte war es für beide Mannschaften schwer in Tornähe zu kommen. Letztlich waren aber die Geduld, die Konzentration sowie der Glaube auf unserer Seite. Insgesamt war der Sieg – auch aufgrund der Chancen – verdient.“
 
SVM-Kapitän Patrick Farkas: „Ein wunderschöner Tag für mich und für die Mannschaft. Mit den beiden Toren habe ich mir selbst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen können (Anm.: Am Mittwoch wurde er 23 Jahre). Ein großes Lob gilt aber auch der Defensive, die nicht viel zugelassen hat.“
 
Alois Höller: „Es war in der ersten Halbzeit ein Abtasten beider Mannschaften. So ähnlich ist es nach der Pause weitergegangen. Wir haben dann einen Lucky Punch setzen können und am Ende wie ich finde nicht unverdient gewonnen.“
 
Karim Onisiwo: „Wir arbeiten Woche für Woche sehr gut und haben jetzt einen kleinen Lauf, im Zuge dessen wir auch große Klubs geschlagen haben. Das geht aber nur deshalb, weil der Teamspirit bei uns passt.“