Erstellt am 04. November 2014, 20:48

von Bernhard Fenz

SV Mattersburg zog nach. Nach dem 4:1-Erfolg des LASK im Montagspiel der Runde gegen Wacker Innsbruck konnte der SVM durch ein 4:2 gegen Kapfenberg den kurzfristigen Sieben-Punkte-Rückstand auf den Titelrivalen wieder auf vier Zähler verkürzen.

Steirer auf den Boden geholt. Der SVM setzte sich gegen Kapfenberg (in Gelb) mit 4:2 durch.  |  NOEN, Bernhard Fenz
Alles wieder im Lot, was den Kampf um den Aufstieg in die Tipico Bundesliga betrifft: Nach dem spät fixierten 4:1-Erfolg von Leader LASK stand der SV Mattersburg gegen Kapfenberg schon ordentlichen unter Druck. Kein Wunder: Sieben Punkte Rückstand waren es vor dem Anpfiff, den die Burgenländer wettmachen mussten. Das gelang, der SVM hält nun bei 32 Zählern (der LASK bei 36).

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Zum Spiel: Die Partie plätscherte zu Beginn dahin, ehe die Gäste  aus der Obersteiermark (bei denen Top-Goaleador Ronivaldo krankheitsbedingt passen musste) im Zuge eines schnellen Konters die große Chance auf das 0:1 vorfanden.

Aber Kelvin Nwamora traf, nachdem er den herauseilenden Goalie Markus überlaufen hatte, nur das Außennetz (17.).

Per Doppelschlag zur komfortablen Führung

Viel besser machten es die Burgenländer, die nach 22 Minuten die Führung erzielten – es war das Produkt einer schönen Kombination, die Karim Onisiwo mit einem Antritt auf der rechten Seite fortführte und per Stangler Sven Sprangler bediente. Dieser hatte keine Probleme, den Ball zum 1:0 ins Netz zu schieben.

Acht Minuten später war dann der komfortable Vorsprung perfekt: Freistoß Mattersburg, Dominik Doleschal verlängerte per Kopf, da konnte Goalie Christoph Nicht noch klären, die anschließende Drehflanke von Alois Höller fand aber Thorsten Mahrer, der gegen die Laufrichtung per Kopf traf – all das erfolgte in ein- und derselben Aktion.

Optimale Antwort auf raschen Anschlusstreffer

Kapfenberg machte das Spiel allerdings doch wieder spannend. Unmittelbar nach der Pause landete ein abgeblockter und nicht konsequent weggeschlagener Ball von Takeshi Ito bei Philipp Wendler, der das Runde aus kurzer Distanz an Kuster vorbeischob (48.). Einen bitteren Spielverlauf  – beim Hinspiel in der Steiermark egalisierte der KSV ein 0:2 und glich noch aus – konnten die Heimischen in der Folge aber diesmal selbst verhindern.

Gerade als es den Anschein hatte, dass Kapfenberg stärker wurde, schlug Grün-Weiß im Zuge eines optimalen Gegenstoßes zu. Dominik Doleschal setzte Alois Höller auf der rechten Seite ein, der bediente Onisiwo mit einem mustergültigen Querpass, und dieser brauchte sich nur noch artig zu bedanken – 3:1 (59.).

Danach fanden beide Mannschaften noch die eine oder andere Chance auf einen Treffer vor (beim SVM etwa Onisiwo oder Röcher, bei Kapfenberg Ito), dieser gelang auf beiden Seite aber erst ganz zum Schluss – und war lediglich Ergebniskosmetik. Erst bugsierte Michael Novak bei einem Konter den (weggesprungenen) Ball mit etwas Glück über Tormann Nicht vorbei zum 4:1 ins Netz, ehe der verlässliche Defensivspieler einen Wendler-Kopfball an den Körper bekam und mittels Eigentor unfreiwillig den 4:2-Endstand herstellte.
 

STIMMEN ZUM SPIEL:

SVM-Torschütze Karim Onisiwo: „Wir haben heute guten Fußball gezeigt und Effizienz vor dem Tor bewiesen.“

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben heute einige sehr gute Aktionen gehabt, leider haben wir mehr zugelassen, als mir lieb war. Aber wenn man vier Tore macht, kann man sich diese Fehler auch erlauben. Nach dem 2:1 hat die Mannschaft top reagiert, von daher war es eher ein Weckruf. Von der Leistung her war heute das gesamte Team sehr gut.“

Kapfenberg-Trainer Kurt Russ: „Wir hätten Chancen auf den Ausgleich gehabt, aber Fußball ist kein Wunschkonzert. Wir wollten zu viel Fußball spielen, das ist uns nicht aufgegangen.“


MATTERSBURG – KAPFENBERG 4:1 (2:0).

Torfolge: 1:0 (22.) Sprangler, 2:0 (30.) Mahrer, 2:1 (48.) Wendler, 3:1 (59.) Onisiwo, 4:1 (87.) Novak, 4:2 (92.) Novak (Eigentor).
Gelb: Doleschal (28., Foul); Bubalovic (29., Foul).
SR: Hirschbichler.- Pappelstadion, 2.200.
Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Rath, Novak; Farkas (72. Klemen), Jano (74. Prietl), Sprangler, Doleschal; Röcher (82. Malic), Onisiwo.
Kapfenberg: Nicht; Yatsuzuka, Bubalovic, Gollner, Suppan; Wendler, Lasnik, Grgic, Nutz, Ito; Nwamora (46. Bahtic).