Erstellt am 27. Mai 2016, 09:59

von Dieter Dank

SV Oberloisdorf und sein märchenhafter Durchmarsch. Die unfassbare Erfolgsgeschichte begann für den SV Oberloisdorf bereits im Vorjahr...

Oberloisdorfer Jubel!  |  NOEN, Dank
Mit dem Meistertitel in der 2. Klasse Mitte schafften die „Loschdorfer“ nach 41 schier nie enden wollenden Jahren den sehnsüchtig erwarteten Aufstieg in die 1. Klasse Mitte. Jetzt, fast zwölf Monate später, steht der „SVO“ vor dem nächsten geschichtsträchtigen Triumph.

Kobersdorf mit Selbst- und Schützenhilfe

Die abstiegsbedrohten Kobersdorfer holten am Donnerstag-Feiertag im vorgezogenen Spiel der 28. Runde ein überraschendes und ein im Abstiegskampf enorm wertvolles 3:3-Remis in Kaisersdorf. Aufgrund dessen liegen die Oberloisdorfer Kicker um Defensivbollwerk Patrick „Padi“ Kuzmits uneinholbare acht Punkte vor dem Drittplatzierten aus Kaisersdorf. Und daher sind Regisseur Johnny Lazar und seine Mitspieler von den zwei Aufstiegsplätzen nicht mehr zu verdrängen.

Meistertitel nun als Sahnehäubchen

Nach dem Fixieren der zukünftigen Angehörigkeit zur fünfthöchsten Liga Österreichs seit der Spielzeit 1967/68, strebt man in Oberloisdorf bereits den nächsten großen Coup in Form des Meistertellers an. „Der Aufstieg ist schon ein unglaublicher Erfolg für uns. Es ist einfach ein Wahnsinn, was unsere Burschen gemeinsam mit Spielertrainer Jozsef Bozsik bisher geleistet haben. Nun wollen wir uns das Sahnehäubchen in Form des Meistertitels aufsetzen.

Aber es warten noch zwei schwere Spiele auf uns, zudem agiert Kroatisch Minihof zurzeit in bestechender Form. Wir bleiben aber bescheiden, denn alleine schon der Aufstieg ist ein großartiger Erfolg für den gesamten Verein“, teilt der überglückliche SVO-Obmann Wolfgang Schedl gegenüber der BVZ mit. Auch für Spielführer und Außenverteidiger Dominik Schedl ist der Aufstieg in die 2. Liga Mitte eine schöne Momentaufnahme und zugleich nur ein erfreuliches Etappenziel: „Zwei Mal infolge aufzusteigen ist zwar traumhaft, aber nun möchten wir auch den Pott holen. Ich bin sehr stolz, der Kapitän dieses Teams sein zu dürfen.“

Spannende Meisterfrage

Derzeit liegt der „SVO“ vier Zähler vor dem Ranglistenzweiten aus Kroatisch Minihof. Das Restprogramm - in der letzten Runde ist Oberloisdorf spielfrei - umfasst die beiden Spiele bei den abstiegsgefährdeten Unterfrauenhaider und zuhause gegen das Topteam aus Neckenmarkt.

Die Minihofer Elf um Spielertrainer Daniel Pratl bekommt es in den letzten Duellen mit gleich drei ordentlichen Kapazundern zu tun. So gastiert man bei den in Abstiegsnöten befindlichen Tschurndorfern, empfängt man daheim im direkten Duell Aufstiegskonkurrent Kaisersdorf und tritt am letzten Spieltag die Reise zu den aktuell in Hochform spielenden Neutalern an.

Minimale Kaisersdorfer Chancen, es sei denn . . .

Im Vorjahr verzichteten die Kaisersdorfer als Zweiplatzierter noch freiwillig auf den Gang in die nächsthöhere Liga. Nach dem Umfaller gegen Kobersdorf ist bei vier Punkten Rückstand und einem mehr ausgetragenen Match gegenüber Kroatisch Minihof der Zug in Richtung der nächsthöheren Spielklasse wohl schon abgefahren. Zudem hat man in der vorletzten Runde noch den schweren Auswärtsgang zu den sehr heimstarken Minihofern zu bestreiten. Danach empfängt die Elf von Christian Wiedenhofer zum Abschluss noch die wiedererstarkten Steinberger.

P.S.: Eine Möglichkeit gibt es allerdings schon noch abseits des zweiten Platzes: Sollten Neudörfl und Deutschkreutz den Klassenerhalt in der BVZ Burgenlandliga schaffen und es keinen Absteiger aus der Gruppe Mitte gibt, dürfte der Drittplatzierte der 1. Klasse Mitte rauf, um die Grundzahl der 2. Liga Mitte wieder auf 16 aufzufetten. Keine große Chance, aber sie lebt nach wie vor…
 
Die BVZ hält Sie in der kommenden mittwöchigen Printausgabe weiterhin über die hochdramatische Schlussphase der Punktejagd an der Spitze als auch über den beinharten Abstiegskrimi der 1. Klasse Mitte am neuesten Stand.