Erstellt am 29. November 2011, 15:23

Svetits beteuert seine völlige Schuldlosigkeit. Der frühere GAK-Präsident Peter Svetits hat am Dienstag erneut sämtliche Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen und seine völlige Schuldlosigkeit beteuert.

Bei einem Pressegespräch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion bezeichnete Svetits die Vorgangsweise der Grazer Justiz als "völlig unverständlich". Gegen Svetits läuft ein Strafverfahren, unter anderem wegen Steuerhinterziehung.

Gegen Svetits und eine Reihe anderer Personen, unter ihnen Rudi Roth, Harald Sükar, und Stephan Sticher, wird wegen des Verdachts von Abgabenhinterziehung (u.a. Lohnsteuer), fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und vollendetem schweren Betrug, wobei sich letzteres auf eine noch schlagend gewordene Landeshaftung in Höhe von 1,2 Mio. Euro bezieht, ermittelt.

In seiner Ära als GAK-Präsident habe es jedenfalls kein Schwarzgeld gegeben, sagte Svetits. Was es gegeben habe, war, dass man einen Teil der Spielergehälter in Form einer Abtretung der Persönlichkeitsrechte bezahlt habe, weil das steuerschonender gewesen sei. 2001 habe das Finanzministerium diese Art der Versteuerung aber nicht mehr akzeptiert, die Vereine hätten Millionenbeträge nachzahlen müssen.

Svetits übte scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft Graz. Die Verhängung der U-Haft vor zwei Wochen sei für ihn "völlig unverständlich". Die Staatsanwaltschaft habe die von ihm beigebrachten Unterlagen, die seine Unschuld eindeutig beweisen würden, "in keinster Weise gewürdigt". "Ich sehe mich als Opfer", erklärte Svetits und fügte hinzu, es gebe "einflussreiche Personen", die in die Sache verwickelt seien. Namen wollte er aber nicht nennen.

Der Vorwurf der persönlichen Bereicherung sei völlig absurd, so Svetits. Dabei geht es um einen Scheck von Frank Stronach in der Höhe von zehn Millionen Schilling. Der vom Gericht bestellte Sachverständige hat in seiner Expertise festgestellt, dass es in der Vereinsbuchhaltung keinen entsprechenden Kontoeingang gibt. Svetits: "Das ist auf ein Subkonto des GAK gegangen, damit sind offene Rechnungen bezahlt worden."

Er habe sich also nicht bereichert, sondern im Gegenteil eigenes Geld für die Bezahlung offener Rechnungen in den GAK gesteckt, beteuerte Svetits. Der 53-Jährige gab sich überzeugt, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt werde.