Erstellt am 01. Dezember 2013, 22:30

Svindal-Sieg im Lake-Lousie-Super-G vor Mayer. Olympiasieger Aksel Lund Svindal hat seine Erfolgsserie im Super-G fortgesetzt.

Der 30-jährige Norweger gewann am Sonntag in Lake Louise 0,24 Sekunden vor dem Kärntner Matthias Mayer sowie 0,38 vor dem Salzburger Georg Streitberger. Svindal ist nun mit 22 Siegen (davon 11 im Super-G) der erfolgreichste Norweger im alpinen Ski-Weltcup und neuer Spitzenreiter in der Gesamtwertung.

"Der Mittelteil war sehr schwierig, da ist Matthias viel besser gefahren, aber unten war ich sehr gut", wusste Titelverteidiger Svindal, dass er im Finish allen auf und davon gerast war. Es war bereits sein sechster Sieg in Lake Louise, der fünfte im Super-G. "Ich habe hier auch 2005 im Super-G mein erstes Weltcup-Rennen gewonnen", erinnerte der Skandinavier.

Dass er jetzt sogar besser als sein großes Vorbild Kjetil Andre Aamodt, der es auf 21 Weltcup-Siege gebracht hatte, ist, erfüllt Svindal mit Stolz. "Ich kenne Kjetil gut, er ist mein Idol, ich habe ihn geschlagen", gab der Norweger nach seinem vierten Super-G-Triumph en suite mit einem breiten Lächeln zu Protokoll.

Mayer hatte ebenfalls gut lachen. "Ich bin gut drauf und mit Selbstvertrauen ins Rennen gegangen", betonte der 23-jährige Sohn von Olympia-Silbermedaillengewinner Helmut Mayer (1988 im Super-G in Calgary). "Unten habe ich viel Zeit liegen gelassen, schade, dass es sich nicht ausgegangen ist, ich bin aber auch mit Platz zwei zufrieden", erklärte Mayer, der heuer schon in Kitzbühel Super-G-Zweiter gewesen war.

Auch Streitberger vergab eine bessere Platzierung im Finish, nachdem er in der Fishnet-Kurve "unbewusst" eine ganze andere, aber extrem schnelle Linie gefahren war. "Unten bin ich nicht gut gefahren, da habe ich zwei, drei Zehntel liegen gelassen", sagte der 32-jährige Routinier.

Daneben landeten noch drei weitere Österreicher in den Top Ten: Hannes Reichelt, Max Franz und Joachim Puchner kamen auf dem von ihrem Trainer Burkhard Schaffer gesetzten Kurs auf die Ränge sechs bis acht. "Nach Platz 25 in der Abfahrt bin ich heute mit der Wut im Bauch gefahren", merkte Reichelt an, der nun "wieder auf eine Steigerung in Beaver Creek" hofft.

Max Franz, der am Vortag mit einem schweren Fehler im Finish eine Podestplatzierung in der Abfahrt vergeben hatte, war mit Rang sieben "nicht ganz zufrieden. Ich bin erstmals mit Startnummer eins gefahren, das war doch ungewohnt. Es war eine passable, aber keine richtig super Fahrt wie gestern", erläuterte der 24-jährige Kärntner. Weltmeister und Riesentorlauf-Dominator Ted Ligety aus den USA schied aus.