Erstellt am 10. April 2015, 19:00

von Bernhard Fenz

SVM fiel im Schlager um. Der SV Mattersburg musste sich im Duell der punktegleichen Spitzenreiter dem FC Liefering mit 0:2 geschlagen geben. Somit bleiben die Burgenländer gegen das Red Bull-Team in dieser Saison weiterhin ohne Punkt und stehen nun auf Platz zwei der Tabelle.

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Weil Aufstiegsrivale LASK aber daheim gegen den FAC überraschend ebenfalls mit 0:2 unterlag, beträgt der Vorsprung zum Tabellendritten und schärfsten Konkurrenten um den Gang in die Tipico Bundesliga weiterhin sieben Punkte.

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MATTERSBURG – LIEFERING 0:2. Grün-Weiß und der FC Liefering – ein sportlich leidiges Thema. Der SV Mattersburg musste sich in dieser Saison nach der 1:3-Pleite in Salzburg sowie der 3:6-Heimschlappe nun auch im dritten Duell geschlagen geben.

Diesmal siegte die (aufgrund der Red Bull-Zugehörigkeit - Stichwort Red Bull Salzburg in der Tipico Bundesliga) nicht aufstiegsberechtigte Truppe von Coach Peter Zeidler im Pappelstadion mit 2:0 und baute die errungene Führung in der Tabelle auf drei Punkte aus.

Zu wenig Nachdruck im Abschluss, gleichzeitig unnötige Gegentore

Das Unglück in dieser Partie nahm bereits in der 9. Minute seinen Lauf. Im Zuge eines Konters war Goalie Markus Kuster am Ende der Kette gezwungen einen Ausflug zu riskieren, letztlich brachte Ante Roguljic dann den Ball über die Linie.

Weil Thorsten Röcher unmittelbar danach nicht zum 1:1 traf (sein Schuss wurde von Goalie Fabian Bredlow abgeblockt) und der Hit in  abflachte, konnte der FC Liefering die Führung souverän verwalten. Erst gegen Ende der ersten Hälfte kam dann wieder Schwung zustande, hier hätte Mattersburg auch definitiv ausgleichen müssen.

Erst war es Thorsten Röcher, der vom durchbrechenden Markus Pink stark in Szene gesetzt wurde – sein Schuss konnte aber ins Torout abgelenkt werden. Dann fand Thorsten Mahrer nach einem ruhenden Ball die nächste Top-Gelegenheit vor, als er das Runde im Fünfmeterraum Richtung Tor jagte, allerdings schaltete er dabei um die Nuance zu spät, darum wurde auch dieser Ball in letzter Sekunde abgeblockt.
 



Gerade in dieser Phase schlug dann das Bullen-Team eiskalt zu. Abermals reagierte die Abwehr der Burgenländer nicht gut, daher bedankte sich Pedro Gomez für die Kugel im Sechzehner und schob den Ball an Markus Kuster vorbei zur Vorentscheidung – ein Treffer zum ungünstigsten Zeitpunkt, kurz vor der Pause.

Vernageltes Gäste-Tor, verpasste Gelegenheit

Nach Wiederbeginn versuchte Mattersburg klarerweise noch, die Kehrtwende zu schaffen, an diesem Tag sollte aber nichts mehr gelingen. Zwar fanden die Burgenländer noch die eine oder andere Gelegenheit vor, es ging aber nichts mehr. Beispiele: Ein Kopfball von Manuel Prietl knapp über das Tor, ein knapp neben die Stange gezirkelter Freistoß von Lukas Rath, ein Kopfball von Dominik Doleschal knapp neben die lange Stange oder ein Schuss von Markus Pink. Weil der Neo-Tabellenführer wiederum im Konter die sich bietenden Räume nicht gut genug zu nutzen wusste, blieb es letztlich beim 0:2.

Weiter geht es für Mattersburg am kommenden Freitag mit dem Auswärtsspiel bei den zuletzt wiedererstarkten Innsbruckern.


STATISTIK

SV MATTERSBURG – FC LIEFERING 0:2 (0:2)

Torfolge: 0:1 (9.) Roguljic, 0:2 (44.) Pedro.

Gelb: Röcher (40., Foul); Gugganig (41., Foul).

SR: Grobelnik.- Pappelstadion, 3.700.

Mattersburg: Kuster; Farkas, Mahrer, Rath, Novak; Prietl (78. Sprangler), Jano, Perlak (57. Doleschal); Höller, Pink, Röcher (73. Klemen).

Liefering: Bredlow; Wiesinger, Leite Da Silva, D. Gugganig, Honsak (73. Haas); Pedro, Brandner, Rasner (83. Joppich); Roguljic, Prevljak, Atanga (65. Hwang).
 


STIMMEN

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben gute Chancen vorgefunden, nur hat da leider die nötige Entschlossenheit gefehlt.“
 
SVM-Präsident Martin Pucher: „Sportlich muss man so fair sein und Liefering gratulieren. Sie waren aber diesmal alles andere als souverän und wären zu packen gewesen. Wir wiederum waren zu wenig effizient, auch wenn wir einige Chancen vorgefunden haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zwar etwas stabiler präsentiert, angesichts der Gegentore und der fehlenden Effizienz müssen wir uns aber selbst an der Nase nehmen. Ich habe heute viele Spieler gesehen, die nicht überzeugen konnten.“
 
Thorsten Mahrer: „Eine ärgerliche Niederlage - die Gegentore wären zu verteidigen gewesen. Zum Glück bleibt keine Zeit zum Nachdenken, wir müssen das Spiel abhaken und uns rasch auf die nächste Aufgabe in Innsbruck vorbereiten.“