Erstellt am 20. November 2015, 04:58

von Bernhard Fenz

SVM gegen Rapid: „Hier gibt es keinen klaren Favoriten“. Mattersburg will gegen Rapid wieder zurück in die Spur finden. Routinier Nedeljko Malic erwartet ein enges Match.

Nächstes Heimspiel: Am 1. November empfing der SV Mattersburg im Pappelstadion die Wiener Austria, da verloren die Burgenländer mit 1:2. Der letzte Heimsieg datiert vom 24. Oktober (hier ein Bild eines Luftduells dieser Partie mit Nedeljko Malic mittendrin) - es war der 2:1-Erfolg über Altach. Am Samstag (18.30 Uhr) empfangen unsere Grün-Weißen die Farbverwandschaft aus Wien, kurzum: Der SK Rapid ist zu Gast in Mattersburg. Foto: Martin Ivansich  |  NOEN, Martin Ivansich
Das letzte Gastspiel von Rapid im Pappelstadion haben die Burgenländer noch gut in Erinnerung. Es war der 2:0-Sieg des SVM am 18. Mai 2013 in der 34. Runde.

Der Rest ist bitter und hinlänglich bekannt: Trotzdem stieg Mattersburg zwei Spieltage später überraschend ab und war dann zwei Saisonen lang nicht mehr im Oberhaus vertreten.

Nun bahnt sich ein Duell auf Augenhöhe an

Mittlerweile ist das freilich Geschichte. Auch Rapid zählt wieder zu den Gegnern, Ende August siegte der SVM im Ernst Happel-Stadion 4:2. Trotzdem lässt es die Auslosung erst am Samstag zu, dass der Rekordmeister nun auch erstmals wieder im Burgenland antritt.

Und es bahnt sich ein Duell auf Augenhöhe an – zumindest was die Ausgangslage betrifft. Denn Rapid, vom Namen her in Mattersburg immer Favorit, befindet sich längst in einer Zwickmühle. Hier der sportlich heroische Europa League-Feldzug, dort eine schwächelnde Meisterschaftsbilanz.

In den letzten fünf Spielen setzte vier Pleiten, bei nur einem Sieg. Das weiß auch Nedeljko Malic, im neuformierten Aufstiegs-Team des SV Mattersburg einer jener Akteure, die auch schon die erste (lange) Bundesliga-Ära miterlebt haben.

Wiedergutmachung nach dem letzten K.o.

Der 27-Jährige sagt: „Rapid hat in der Meisterschaft zuletzt nicht beeindrucken können. Dass es für uns nicht einfach wird, ist klar. Aber wir haben bewiesen, dass die nötige Qualität vorhanden ist.“

Schauen müsse man ohnehin auf sich selbst, speziell nach dem wenig berauschenden 1:2 in Wolfsberg, wie Malic betont: „Wir können angesichts der letzten Partien einiges wiedergutmachen. Dementsprechend wichtig ist das Spiel auch.“ Dass man gegen eine Mannschaft wie Rapid nichts zu verlieren habe, verneint der ehemalige bosnische U21-Teamspieler folgerichtig: „Es gibt drei Punkte zu verlieren.“

Wer vorab die Nase vorne hat? „Ich denke, die Chancen stehen 50:50 – vor allem auch, da wir daheim spielen und sicher gut von unserem Publikum unterstützt werden. Hier gibt es keinen klaren Favoriten.“

So oder so, auch für Cheftrainer Ivo Vastic (er kann auf einen annähernd vollzähligen SVM-Kader zurückgreifen) hat das Duell mit Rapid natürlich eine große Bedeutung, Stichwort Tabelle: „Das sind jetzt entscheidende Wochen, in welche Richtung wir uns entwickeln. Das Potenzial haben wir, um weiterhin oben anschließen zu können.“

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