Erstellt am 18. September 2015, 05:52

von Bernhard Fenz

SVM mit Hunger zurück an die Jubel-Stätte. Die SVM-Profis fiebern der Partie in Grödig entgegen – dort, wo vor knapp vier Monaten der Sekt sprudelte.

Ende Mai holten sich Alois Höller, Thorsten Mahrer (v.l.) und Co. in Grödig die Meisterschale. Am Samstag kehrt der SVM zurück.  |  NOEN, Martin Ivansich
Der 29. Mai 2015 war ein besonderer Tag in der Geschichte des SV Mattersburg. In der letzten Runde der Ersten Liga fixierten die Burgenländer mit einem 4:0 gegen den direkten Konkurrenten Liefering den Meistertitel. Danach kannte der Jubel keine Grenzen, feierten die Grün-Weißen die fantastische Saison gemeinsam mit ihren Fans.

Farkas: „Natürlich denkt man in Grödig daran“

Passiert ist das auf der Spielstätte des SV Grödig, wo das Red Bull-Zweierteam seine Heimspiele austrägt. Am Samstag um 18.30 Uhr kehrt Mattersburg nun wieder zurück – und trifft dabei im Zuge des Bundesliga-Comebacks mit Grödig im Oberhaus auf den echten Heimverein.

Ganz wird Kapitän Patrick Farkas dabei das Erlebte aus dem Frühjahr nicht ausblenden – zumindest im Vorfeld: „Natürlich denkt man daran, wenn man nach Grödig fährt. Das sind schon sehr schöne Erinnerungen im Kopf.“ Nachsatz: „Trotzdem ist das Vergangenheit, für uns zählt jetzt nur das nächste Match – und das wird schwierig genug. Grödig ist daheim stark.“

„Man sieht bei der Admira, was alles möglich ist“

Mattersburg auswärts aber auch, wie das 4:2 im Happel-Stadion gegen Rapid bewiesen hat. Farkas: „Wir werden diesmal wieder Pressing betreiben und offensiv auftreten.“

Schließlich sei die Mannschaft hungrig nach Erfolg, das war auch eine angenehme Erkenntnis für Trainer Ivo Vastic nach dem 2:0-Heimsieg gegen Sturm Graz. „Nach dem 4:2 bei Rapid hatte ich ein wenig Sorge, dass sich die Mannschaft vielleicht ein wenig zurücklehnen könnte. Das war aber nicht der Fall, sie hat bewiesen, dass sie mehr will.“

Wohin die Reise in dieser Saison gehen kann – aktuell ist Mattersburg mit zwei Punkten Rückstand auf Sensations-Leader Admira Vierter –, lässt Kapitän Patrick Farkas noch offen: „Das Wichtigste ist, dass wir weiterhin als kompakte Mannschaft auftreten. Man sieht bei der Admira, was dann alles möglich ist.“

Am Spielersektor musste Thorsten Röcher (Probleme im Adduktoren-/Oberschenkelbereich) gegen Sturm Graz vorzeitig raus. Ob er in Grödig dabei sein kann, stand noch nicht fest. Der Linksfuß – er traf davor jeweils gegen den WAC und Rapid – am Montag zur BVZ: „Ich habe beim Aufwärmen einen falschen Schritt gemacht und dann bald gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht. Ob es sich für Grödig ausgeht, kann ich noch nicht abschätzen.“

„Onisiwo hat einen gültigen Vertrag“

Im Vorfeld der Partie des SV Mattersburg gegen Sturm Graz wurde nicht nur die Bundesliga-Partie, sondern auch das Thema „Karim Onisiwo“ behandelt: Demnach hat das Management des Stürmers Beschwerde bei der Schlichtungsstelle der Bundesliga eingereicht. Diese Info wurde seitens der Bundesliga bestätigt, zu Redaktionsschluss gab es aber noch keine Entscheidung.

Kolportierter Hintergrund: Der Kontrakt über ein Jahr Laufzeit beinhaltet eine Option auf zwei weitere Jahre, diese wurde seitens des SVM gezogen. Im Zuge dessen gebe es aber scheinbar Auffassungsunterschiede, Stichwort finanzielle Aufwertung des Vertrags – und in weiterer Folge Gültigkeit.

Bestätigen wollte das vorerst niemand, Klubchef Martin Pucher stellte aber klar: „Ich kann nur sagen, dass er einen gültigen Vertrag hat und demnach Spieler des SV Mattersburg ist.“

Onisiwo selbst war gegen Sturm für den Assist zum 1:0 verantwortlich und meinte danach, angesprochen auf seine Vertragslage: „Dazu kann ich derzeit nicht viel sagen.“ Was er sagte: „Ich bin glücklich hier, es passt alles.“ Ein glücklicher Onisiwo hier, ein Protest da – noch blieb die Causa um den 23-Jährigen tendenziell verwirrend.