Erstellt am 29. März 2013, 16:38

SVM will Abstiegsstrudel entgehen. Dem SV Mattersburg steht am Samstag nach der Länderspielpause in der Fußball-Bundesliga ein weiteres Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt bevor - es geht in die Südstadt zur Admira.

 |  NOEN, Collage Bruckmüller
Für die Elf von Franz Lederer geht es am Samstag (16.00 Uhr) zur Admira - und die Südstädter könnten die vier Punkte vor ihnen liegenden Mattersburger mit einem vollen Erfolg ebenfalls noch mit in den Abstiegsstrudel ziehen.

"Mattersburg ist ein direkter Konkurrent. Es ist ein enorm wichtiges Spiel, aber danach gibt es auch noch neun Runden", erinnerte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer. Sein Team hat zuletzt mit zwei 1:1 gegen die Großclubs Salzburg und Rapid reüssiert. "Wir wollen jetzt auch einen Dreier", versicherte Kühbauer. Der ist den Südstädtern in den vergangenen 14 Runden nur ein einziges Mal (2:1 Anfang März bei Sturm Graz) gelungen.

Gegen seinen Ex-Club stellt sich Kühbauer auf ein "Geduldsspiel" ein. "Mattersburg wird tiefer stehen. Die wenigen Chancen, die wir vorfinden, müssen wir nützen." Mitentscheidend seien auch die Bedingungen. "Wichtig ist, dass der Platz halbwegs gut beisammen ist", erklärte der Admira-Coach. Dafür haben die Spieler im Lauf der Woche selbst mit Schneeschaufeln Hand angelegt.

Neben Bernhard Schachner (Muskelfaserriss) und Matus Mikus (Mittelfußbruch) dürfte auch der angeschlagene Spanier Tito ausfallen. "Wenn du keinen Erfolg hast, bist du nicht so entspannt", weiß Kühbauer. "Wir haben in den letzten Wochen aber guten Fußball gespielt. Man merkt, dass sie wieder einigermaßen in der Bahn sind. Das heißt aber nicht, dass das gegen Mattersburg ein Selbstläufer wird."

Mattersburg-Coach Franz Lederer sieht die Admira nicht nur "im Aufwind", sondern auch in der Favoritenrolle. "Es sind Duelle Nase an Nase. Der Umstand, dass es eine Heimpartie ist, macht sie aber zum Favoriten", erklärte Lederer, der sein 298. Ligaspiel in Folge auf der Mattersburger Trainerbank absolviert. Damit stellt der 49-Jährige den Bundesliga-Rekord von Sturm-Graz-Legende Ivica Osim ein.

Einen besonderen Stellenwert hat die Bestmarke nicht für ihn. Lederer: "Ich bin froh, dass diese Geschichte jetzt langsam vorbei ist." Mittlerweile verfüge er zwar über größere Erfahrung und damit auch Ruhe. "Kalt wie eine Hundeschnauze ist man aber trotzdem nicht." Vor allem im Abstiegskampf, den die Mattersburger mit einem Sieg in der Südstadt entgehen möchten.

"Drei Punkten wären ein großer Schritt, dass man sich mit dieser Thematik nicht mehr befassen sollte", sagte Lederer. Auswärts ist sein Team aber bereits zehn Spiele sieglos. Den bisher einzigen Dreier in der Fremde gab es für die schwächste Auswärtsmannschaft Mitte August beim WAC (1:0). Nach der Admira geht es nach Wr. Neustadt zum nächsten direkten Rivalen.

Den Druck sieht Lederer bei den Nachzüglern. "Ein Unentschieden ist für die Admira zu wenig", meinte der Langzeitcoach. Seine Startformation will er trotz der matten Darbietung zuletzt gegen Tabellenführer Austria (0:4) kaum verändern. "Wir wollen das zurechtrücken. Aufstellungsmäßig wird es keine große Veränderung geben, auftrittsmäßig aber eine gewaltige."