Erstellt am 10. Juni 2013, 16:16

Tatar neuer Trainer von Mattersburg. Oberhaus-Absteiger SV Mattersburg nimmt die kommende Saison in der Fußball-Erste-Liga mit einem neuen Trainer in Angriff.

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Alfred Tatar, 2012/13 bei der Vienna engagiert, löst Langzeitcoach Franz Lederer ab, der den Burgenländern aber als Sportlicher Direktor erhalten bleibt. "Wir wollen den Verein in den kommenden Jahren wieder dort hinzubringen, wo er hingehört, nämlich in die Bundesliga", sagte Tatar bei einer Pressekonferenz in Mattersburg am Montag.

"Wir haben einen Trainer gesucht, der die Liga kennt, denn wir kennen sie nicht", erklärte SVM-Präsident Martin Pucher, dessen Club Ende Mai nach zehn Saisonen in der Bundesliga in einem dramatischen Abstiegskampf das Nachsehen gehabt hatte. "Er hat unter schwierigsten Bedingungen immer das Maximum aus seiner Mannschaft herausgeholt", lobte er Tatar, der die Vienna im August 2010 übernommen und stets vor dem Abstieg aus der Erste Liga bewahrt hatte. Die vergangene Saison schlossen die Döblinger nach einem starken Frühjahr sogar auf Rang sieben ab, Tatars Vertrag auf der Hohen Warte lief danach aus.

Der 49-Jährige, der davor als Co-Trainer von Raschid Rachimow bei Lok Moskau und Amkar Perm sowie als Cheftrainer bei der Admira und Ried gearbeitet hatte, nannte drei Gründe für seinen Transfer: "Eine sehr klare Philosophie", "eine gesunde Basis" des Vereins sowie "einen enormen infrastrukturellen Fortschritt mit der Akademie". Als Assistent bekommt der Wiener Markus Karner (34) zur Seite gestellt, der zuletzt als "Co" die SVM-Amateure trainierte.

Neben Sturm-Exzentriker Ilco Naumoski werden auch Alexander Pöllhuber, Adnan Mravac und Ivica Majstorovic den Club verlassen, die auslaufenden Verträge von Christian Gartner und Marvin Potzmann dürften nicht verlängert werden. Laut Präsident Pucher sei man dank eines Budgets von 3,5 bis 3,8 Millionen Euro durchaus in der Lage, "den einen oder anderen Spieler zu holen". Übereilen müsse man jedenfalls nichts. "Wir wollen uns so schnell wie möglich in der neuen Liga akklimatisieren und vorne mitspielen. Ich fordere auf keinen Fall den sofortigen Wiederaufstieg."