Erstellt am 19. Juni 2015, 05:21

von Bernhard Fenz

Templ: „Das ist eine super Chance für mich“. Florian Templ hat in der letzten Saison zwei Tore gegen den SV Mattersburg erzielt. Nun ist er Grün-Weißer.

Goaleador Markus Pink begrüßte beim Start der Sommer-Vorbereitung Neuzugang Florian Templ.  |  NOEN, Bernhard Fenz
Eigentlich stand bei den potenziellen Neuzugängen des SV Mattersburg die Verstärkung der Offensivabteilung nicht an oberster Stelle, der erste Zugang ist nun trotzdem einer, der Tore schießen kann und soll: Florian Templ.

In direkten Duellen zwei Tore für LASK

Der 26-Jährige war in der abgelaufenen Saison noch ein direkter Konkurrent der Burgenländer in der Ersten Liga, kickte er doch für den LASK.

Dabei traf er auch zweimal in den direkten Duellen: Am 8. August schoss er das 1:0 in der Nachspielzeit, am 8. Mai gelang ihm per Kopf der Ausgleich zum 2:2 – ebenfalls in der Nachspielzeit.

Nun schwitzt er Seite an Seite mit seinen ehemaligen Gegnern, nachdem er sich mit dem SVM auf einen Zweijahresvertrag geeinigt hat.



„Das ist eine super Chance für mich, die ich nutzen möchte“, sagte er nach den Lauftests zum Startschuss der Sommervorbereitung.

Seine ersten Eindrücke: „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Der Verein hat sich um mich bemüht, dazu ist das Umfeld top und es läuft alles sehr familiär ab.“

Schon länger am Mattersburger Radar

Den Burgenländern ist Florian Templ, dessen Karriere in Oberösterreich von St. Marien über Sierning und St. Florian zum LASK führte, spätestens seit seinen Auftritten gegen Mattersburg ein markanter Begriff, wie der Sportliche Leiter Franz Lederer bestätigte: „Er ist ein Typ, der uns durch seine Unerschrockenheit aufgefallen ist und der nun die Möglichkeiten des Trainers in der Offensive erhöhen wird.“

Zwar ist gerade im Angriff mit Spielern wie Markus Pink, Karim Onisiwo oder Patrick Bürger (auch Alex Ibser ist nach seiner Hüft-OP im Winter wieder dabei) reichlich Qualität vorhanden, eine weitere Alternative kann aber bekanntlich nicht schaden. Templ: „Ich werde versuchen, meinen Teil zu einer Verstärkung der Qualität beizutragen und in die Mannschaft hineinzuwachsen. Der Rest wird sich ergeben.“

Fokus auf Verteidigung und das Mittelfeld

Das Transferprogramm der Burgenländer ist damit aber klarerweise noch nicht abgeschlossen. Lederer: „Wir wollen uns vor allem in der Innenverteidigung verstärken und haben die Augen offen.“

Auch ein zusätzlicher Akteur für das Mittelfeld könnte folgen, die Burgenländer wollen aber nichts überstürzen – es gilt hier die Devise: Wenn ja, dann echte Qualität.

Abgangseitig soll nach Absprache mit Coach Ivo Vastic und Klubchef Martin Pucher entschieden werden, ob und (falls ja) welche Spieler des aktuellen Kaders abgegeben werden.